Ausgabe 1 | 2020
Alle Themen dieser Ausgabe
LeseLOK Ausgabe 1/2020: Aufgeblättert, fertig, los!
Titelbild: Auf hellblauem Grund ist eine Collage aus Fotos und Illustrationen arrangiert, darunter ein Schlittenhunderennen im Schnee, ein Ausstellungsraum mit Kindern und Erwachsenen im DB Museum, ein historischer Zug, die comichafte Spielfigur des kleinen ICE, eine gelbe Schneeschleuder sowie ein Zauberwürfel im Schnee. Der Schriftzug „Aufgeblättert, fertig, los!“ kündigt die Winter-Ausgabe an, das Logo der Stiftung Lesen bestätigt die pädagogische Empfehlung.
Eltern-Tipp: Unsere Familienservices auf einen Blick
Eine Übersicht stellt die Familienangebote der Deutschen Bahn vor: altersabhängige Kinderfahrkarten; Kleinkindabteile und -bereiche für Privatsphäre im Still- und Krabbelalter; die Begleitung allein reisender Kinder ans Ziel gemeinsam mit der Bahnhofsmission („Kids on tour“); der kleine ICE mit Kinderfahrkarte und Kindermenü als besonderer Service für Kinder im Zug; reservierbare Familienbereiche im ICE; die Familienreservierung mit vergünstigter Sitzplatzreservierung; Kinderbetreuung an Wochenenden und auf ausgewählten Strecken in vielen ICE-Zügen; Online-Spiele, Comics und News auf www.der-kleine-ICE.de; sowie „Inside Bahn“ mit weiteren Beiträgen rund um Reisen mit Kindern. Weitere Informationen unter bahn.de/familie.
Das Freundebuch: Günni Güterzug
Günni Güterzug stellt sich vor: Er transportiert Kohle, Stahl oder Apfelkompott und ist „immer flott“ unterwegs, kann selbst zwar nicht besonders gut singen, dafür aber gut Lieder und Geschichten aus aller Welt sowie Witze zum Besten geben. Er verrät, dass es toll sei, durch die Container und ihre Herkunft viel über die Welt zu erfahren, und dass er, wenn er einmal „groß“ ist, gerne Cowboy wäre. Sein Lieblingsspruch lautet: „Volle Fracht voraus!“. Ein Hinweis verweist auf ein Video zum Erwachsenwerden von Günni auf www.der-kleine-ICE.de/guenni-gueterzug-erwachsen-zum-leben.
Hallo Du und willkommen an Bord! (Editorial)
Das Redaktionsteam begrüßt die Leserschaft und führt ins Heftthema Wetter ein: Auch die Bahn muss sich, besonders im Winter, ständig mit dem Wetter beschäftigen, damit ihre Pläne weiterhin gut funktionieren. Mehr über diese Wetter-Herausforderungen erzählen in dieser Ausgabe der kleine ICE und Robbi Regio. Angekündigt werden außerdem eine Reise aus der Vogelperspektive, ein Basteltipp von Simsala SUM sowie zwei besondere Bahnreisen: eine eisige mit dem Glacier Express und eine voller Schokolade und Konfetti mit Ida IC nach Köln.
Service: Zugang zur Kinderwelt im ICE Portal
Eine Anleitung erklärt, wie man sich an Bord über das WLAN „WIFI on ICE“ mit der „Kinderwelt“ verbindet, um dort Comics, Videos und Spiele zu nutzen.
Inhaltsverzeichnis
Die Rubrik „Entdecken & Staunen“ umfasst: Kreuz und quer durch Natur, Wetterlagen und Jahreszeiten (die Bahn im Winter), Auf in den Schnee (Winter-Vorbereitungen), Von Förstern, energiesparenden Lokführern und Umweltingenieuren, Fit für den Winter (Busse im Nahverkehr), Immer einsatzbereit (ICE-Technik-Teams), Auf Zeitreise mit Opa Adler (neue DB-Museums-Ausstellung), Glacier Express sowie Ein starkes Team (Schlittenhunderennen). Die Rubrik „Lesen & Spielen“ umfasst: das Freundebuch Günni Güterzug, das Quiz „Welcher Zugtyp bist du?“, ein Gewinnspiel zum Film „Romys Salon“, Kracher + Lacher von Günni, den Comic „Im ewigen Eis“, Guinness World Records, Idas Reiseblog Köln sowie den Basteltipp „Ein Herz für Piepmätze“.
Kreuz und quer durch Natur, Wetterlagen und Jahreszeiten
Während einer einzigen Bahnfahrt lassen sich in Deutschland verschiedenste Landschaften und Wetterlagen beobachten, da das Streckennetz der Bahn von der Küste bis in die Berge und von Ost nach West Höhenmeter, Wetterlagen und Jahreszeiten durchquert. In Deutschland gibt es über 33.000 Kilometer Schienennetz – zum Vergleich beträgt der Erdumfang am Äquator etwa 40.008 Kilometer. Vorgestellt werden geografische Extrempunkte: Der nördlichste Bahnhof Deutschlands liegt in Westerland auf Sylt (5 m ü. NHN), der südlichste im bayerischen Oberstdorf (813 m ü. NHN); die Küstenlinie zwischen deutschem Festland und Nord-/Ostsee ist rund 1.200 Kilometer lang; und die längste ohne Umsteigen befahrbare Strecke innerhalb Deutschlands führt von Offenburg nach Greifswald (1.300 km, IC 2216). Da Deutschland in einer gemäßigten Klimazone liegt, treten alle vier Jahreszeiten mit ihren typischen, regional unterschiedlichen Merkmalen auf. Zwischen Westerland und Oberstdorf liegen rund 1.116 Schienenkilometer, fünf Bundesländer und eine rund 14-stündige Fahrt mit 808 zu überwindenden Höhenmetern; während Küstenregionen im Herbst/Winter Sturmfluten ausgesetzt sind (1999 fegten auf Sylt Sturmböen mit fast 200 km/h), bringen Höhenlagen heftige Schneefälle mit sich – der Schneerekord in Oberstdorf lag im Februar 2012 bei 1,02 Metern Höhe.
Auf in den Schnee: Spektakuläre Winter-Vorbereitungen
Da niemand weiß, was der kommende Winter mit sich bringt, startet die Bahn ihre Wintervorbereitungen bereits im Sommer, in vier zentralen Schritten: 1. Baumschnitt, damit Herbststürme oder Schneelast keine Äste auf Schienen und Oberleitungen fallen lassen; 2. Fahrzeugwartung, bei der reguläre Züge und die spezielle Winterflotte auf Winterfestigkeit geprüft werden; 3. Schulungen und Winterübungen der Mitarbeitenden für den Ablauf bei extremem Schneefall; sowie 4. die rechtzeitige Bestellung von ausreichend Streugut zur landesweiten Verteilung. Die „flotte Flotte für alle (Schnee-)Fälle“ wird gut verteilt im Land stationiert, um bei Bedarf schnell verlegt werden zu können: Spurloks, schwere Güterlokomotiven, die bei leichter Schneedecke durch ihr Gewicht die Gleise freiräumen; die knallgelben Bahnmotorwagen („Bamowags“), die die Schienen freibürsten; Schneepflüge, die ab 40 Zentimeter Schneehöhe zum Einsatz kommen; sowie superstarke Schneeschleudern, die bei großen Schneemassen den Schnee mit riesigen Rotoren bis zu 40 Meter weit wegschleudern.
Von Förstern, energiesparenden Lokführern und Umweltingenieuren
Oli stellt fünf DB-Berufe vor, die sich für Umwelt und Klima einsetzen. Die Deutsche Bahn will unter dem Motto „Das ist grün“ bis 2038 nur noch Ökostrom für ihre Züge nutzen, bedrohten Tier- und Pflanzenarten neue Lebensräume schaffen und den Zuglärm im Vergleich zum Jahr 2000 halbieren. Im Interview erzählt Umwelt-Chef Andreas Gehlhaar, dass die Bahn unter anderem Wind- und Wasserkraft nutzt, Bauschutt zu Pflastersteinen recycelt, im Winter Futterhäuschen für Eichhörnchen aufstellt und mit „Flüsterbremsen“ Lärm reduziert; er selbst kommt mit dem Fahrrad und Helm zur Arbeit. Vivien Knoll, Probenehmerin für das Umweltlabor der Bahn, untersucht mit Spaten und Gabel entnommene Schotter-, Wasser- und Bodenproben – jährlich rund 35.000 Stück – auf Schadstoffe; werden solche gefunden, muss gereinigt, fachgerecht entsorgt oder die Gesundheitsbehörde informiert werden. Forstwirt Felix Gerhardt gehört zu den über 1.000 Forstwirt:innen, die Bäume und Sträucher entlang der Gleise zurückschneiden, um Signale sichtbar zu halten und den Zugverkehr zu sichern, wobei Arbeiten aus Rücksicht auf Brutzeiten nur zwischen Oktober und Februar stattfinden; die Bahn besitzt rund 20.000 Hektar eigenen Wald. ICE-Lokführer Ronny Höger erklärt energiesparendes Fahren: Durch rechtzeitiges Rollenlassen und Rückspeisung der beim Bremsen entstehenden Energie ins Bahnstromnetz lassen sich auf einer Hin- und Rückfahrt zwischen Hamburg und München rund 4.000 Kilowattstunden Strom sparen – mehr, als eine vierköpfige Familie im Jahr verbraucht; unterstützt wird er dabei von einem elektronischen Buchfahrplan auf Display oder Tablet. Umweltplanerin Dr. Katja Fuhr-Boßdorf kümmert sich als Projektingenieurin für Umwelt um Ersatzquartiere für Tiere bei Bauvorhaben; so wurde beim Bau neuer Tunnel zwischen Frankfurt am Main und Würzburg ein alter, stillgelegter Tunnel für überwinternde Fledermäuse erhalten, deren ungestörten Winterschlaf sie während der Bauarbeiten mit dem Fernglas überwachte. Insgesamt gibt es bei der Bahn 500 unterschiedliche Berufe.
Anzeige: Der Kindersender TOGGO wirbt für neue Folgen in seiner Video-App.
Quiz: Welcher Zugtyp bist du?
Ein mehrstufiges Persönlichkeitsquiz lädt dazu ein, anhand von Fragen zu bevorzugten Eigenschaften, Farben, Accessoires, Fahrstilen, Reisezielen, Tageszeiten und Aktivitäten herauszufinden, welchem Freund des kleinen ICE man am ähnlichsten ist. Die möglichen Ergebnistypen mit ihren Charakterbeschreibungen sind: der kleine ICE (immer auf Zack, liebt Wettrennen und Herausforderungen); Ida IC (reiselustig, dokumentiert Erlebnisse für Familie und Freunde); Robbi Regio (kennt sich bestens in der eigenen Umgebung aus, liebt nahe Reiseziele); Günni Güterzug (gut gelaunt, liebt Witze, Lieder und Geschichten aus der Welt); Nick Nachtzug (schläft gern aus, mag es gemütlich, bevorzugt weit entfernte Reiseziele); Simsala SUM (kreativ, bastelt gern, liebt neue Abenteuer); Opa Adler (erzählt gern Geschichten, reist am liebsten in die Vergangenheit); und Benni IC Bus (eher ruhig, singt heimlich laut mit, liebt Hörspiele auf langen Fahrten).
Fit für den Winter: Die Busse der Bahn im Nahverkehr
Oli begleitet die Wartung der regionalen Busse der Deutschen Bahn, die auch dort verkehren, wo es keine Schienen gibt. Jährlich müssen bis zu 4.500 Busse bundesweit anhand spezieller Prüfkataloge kontrolliert werden. Dazu gehört die Kontrolle der Fahrzeugheizungen (Dichtheit des Kühlwassersystems, Funktion der Heizungsgebläse) sowie der Standheizung, die den Bus schon vor Betriebsbeginn vorwärmt; außerdem wird der Frostschutz von Kühlwasser und Scheibenwischanlage geprüft. In der Werkstatt Ludwigsburg montieren der stellvertretende Werkstattleiter Herr Vintigni sowie seine Kollegen Herr Aslanoglu und Herr Hauke die Winterreifen; zur Sicherheit werden Reifen beim Befüllen in einen speziellen Reifenkäfig gestellt, da bei Druckverlust Explosionsgefahr besteht. In der Werkstatt Freiburg demonstriert die Auszubildende Lisa den Reifenwechsel mithilfe einer Montagehilfe mit Seifenwasser; ein Linienbusreifen samt Felge kann 60 bis 70 Kilogramm wiegen. Um den Aufwand zu reduzieren, verwenden die meisten Regionen Mischreifen für Sommer und Winter, sodass nur einmal statt zweimal jährlich gewechselt werden muss – pro Winter werden dennoch rund 6.000 Reifen gewechselt. Zusätzlich werden auch Bushaltestellen und die jährlich meist im Dezember wechselnden Fahrpläne kontrolliert und aktualisiert, was besonders im Schwarzwald bei Schnee aufwendig sein kann. Ein Suchbild-Rätsel lädt dazu ein, fünf Unterschiede zwischen zwei ähnlichen Bildern zu finden; die Lösung findet sich im Heft auf Seite 37.
Immer einsatzbereit: Die ICE-Technik-Teams sorgen für sichere Züge
Ein Fotobeitrag stellt die Handwerker:innen im ICE-Werk Frankfurt-Griesheim vor, das auch Züge für den internationalen Verkehr versorgen kann. Auf einer Gesamtfläche von rund 31.080 Quadratmetern verteilen sich drei Hallen mit insgesamt sieben Gleisen. Bei der Wartung, etwa der Bremsen, prüfen die Techniker:innen sowohl unter dem Zug als auch die Technik an den Seitenwänden. Auf dem Zugdach werden regelmäßig die Stromabnehmer kontrolliert; manche Züge verfügen über drei verschiedene Stromabnehmer für unterschiedliche Ländertechnik, etwa besonders schmale für die vielen Tunnel in der Schweiz. Instandhaltungsarbeiten finden im, unter, neben und auf dem Zug statt, etwa bei der Fehlersuche in Schaltschränken mithilfe verschiedener Messungen.
Auf Zeitreise mit Opa Adler: Die neue Ausstellung im DB Museum
Opa Adler präsentiert die neue Kinderausstellung „Auf Zeitreise mit Opa Adler“ im DB Museum Nürnberg, die ab dem 18. Dezember 2019 seine 184-jährige Eisenbahngeschichte anhand von Spiel- und Hörstationen erlebbar macht: von seiner Reise als junger Zug von England nach Nürnberg über „Fliegende Züge“ bis zur Fahrscheinkontrolle bei trötenden Fahrgästen. In der Ausstellung wird Opa Adler die Besucher:innen in Lebensgröße begrüßen, außerdem gibt es eine Fotostation für ein „Selfie“ mit veränderbarem Gesichtsausdruck sowie acht Hörstationen, die auch im ICE Portal abrufbar sind. Hinter Türchen lassen sich die Vorteile des Reisens mit der Eisenbahn gegenüber dem früheren Zufußgehen entdecken; ein weiteres Element lädt dazu ein, ein zerlegtes Opa-Adler-Modell wieder richtig zusammenzusetzen. Auch die sieben „Enkelkinder“ von Opa Adler – der kleine ICE, Ida IC, Benni IC Bus, Simsala SUM, Günni Güterzug, Robbi Regio und Nick Nachtzug – kommen an eigenen Mitmachstationen vor, etwa zu der Frage, warum Robbi Regio ein zweites Stockwerk hat oder warum Günni Güterzug so stark ist, dass er acht Fußballfelder ziehen könnte.
Anzeige/Gewinnspiel: Zum Film „Romys Salon“ (nach dem gleichnamigen Kinderbuch) wird die Geschichte von Romy vorgestellt, deren Oma Stine zunehmend vergesslich wird und schließlich ins Pflegeheim zieht; Romy möchte noch einmal mit ihr an den Strand ihrer dänischen Kindheit fahren. Verlost werden 15 Romys-Salon-Pakete mit je zwei Kinokarten und dem Buch zum Film. Die Quizfrage lautet, wie Romys Oma heißt (Auswahl: Oma Biene oder Oma Stine); Teilnahme per E-Mail, Post oder online bis 31. März 2020.
Glacier Express: Den Puderzucker-Bergen zum Greifen nah
Vorgestellt wird der Glacier Express, benannt nach dem französischen Wort für Gletscher: Bis 1981 fuhr er nur im Sommer über eine Strecke mit Blick auf den Rhonegletscher, seit einer Streckenänderung ganzjährig, wobei der Gletscher selbst nicht mehr sichtbar ist. Eckdaten: erste Fahrt am 25. Juni 1930, Streckenlänge rund 280 Kilometer, Fahrtdauer rund 8 Stunden, Starthöhe 1.604 m ü. M. in Zermatt, Zielhöhe 1.822 m ü. M. in St. Moritz, höchster Streckenpunkt 2.033 m ü. M. am Oberalppass, niedrigster Streckenbahnhof 593 m ü. M. in Chur, 291 Brücken und 91 Tunnel. Die rot-weiße Schmalspurbahn verbindet seit fast 90 Jahren Zermatt und St. Moritz durch die Alpen, vorbei am 4.478 Meter hohen Matterhorn, durch die „Grand Canyon der Schweiz“ genannte Rheinschlucht und über den Oberalppass; trotz spektakulärer Landschaft bleibt die Fahrt stets gemächlich, weshalb der Zug auch „langsamster Schnellzug der Welt“ genannt wird. Auf den letzten rund 60 Kilometern zwischen Thusis und St. Moritz verläuft die zum UNESCO-Weltkulturerbe gekürte Albulalinie mit 144 Brücken – fast der Hälfte aller Brücken der gesamten Strecke –, darunter das 65 Meter hohe und 136 Meter lange Landwasserviadukt. Zielort St. Moritz ist ein weltberühmter Wintersportort.
Ein starkes Team: Schlittenhunderennen mit Siberian Huskys
Die 15-jährige Ronja aus Gerstungen in Thüringen wird bei einem Schlittenhunderennen mit ihren vier Siberian Huskys Doc, Newton, Mukkla und Luk begleitet; jeder der Hunde kann bis zum Neunfachen seines eigenen Körpergewichts ziehen. Am Renntag bricht die Familie bereits um sieben Uhr morgens auf; vor dem Start füllen Ronja und ihr Vater Stefan den Hunden warme Fleischbrühe in die Näpfe. Ronja gehört zu Deutschlands jüngsten Schlittenhundeführer:innen (Fachbegriff: Musher) und tritt bei diesem Rennen erst zum zweiten Mal mit vier statt zwei Hunden an; die Tiere können das Gespann auf bis zu 30 km/h beschleunigen. Im Zwinger der Familie leben insgesamt 18 Siberian Huskys, die fünfmal wöchentlich bis zu drei Stunden trainiert werden – bei Schnee vor dem Schlitten, sonst vor einem Rollwagen. Während des Rennens streift Ronjas Gespann die Streckenbegrenzung, sie stürzt vom Schlitten, kann aber schnell wieder aufsteigen; trotz des zeitraubenden Sturzes ist sie am Ende über eine Minute schneller als am Vortag. Ein Steckbrief erklärt: Hundeschlittenrennen haben ihren Ursprung als Fortbewegungsmittel in Polargebieten wie Alaska und Sibirien, eines der ersten Rennen war 1917 das „American Dog Derby“ in den USA. Für „richtige“ Schlittenhunderennen benötigt man mindestens zwei geeignete Hunde, Schlitten, Helm, Skibrille, winterfeste Kleidung, Transportboxen, Geschirr und Leinen; für Einsteiger eignet sich auch die Variante Canicross, bei der Hund und Mensch mit flexibler Leine verbunden joggen. Informationen bietet der Verband Deutscher Schlittenhundesportvereine unter www.vdsv.de.
Kracher + Lacher von Günni
Eine Witzeseite präsentiert unter anderem einen Witz über Julias Antwort „Alles Übung, Oma“ auf die Ermahnung, nicht mit vollem Mund zu sprechen; einen Scherz über einen Teddy im Eisfach, der zum Eisbären werden soll; einen Dialog zwischen einer Kirschen suchenden Schnecke und einem Vogel; einen Kalauer über einen Schneemann, der von einem Häschen mit dem Föhn bedroht wird; sowie einen Witz über einen ständig verspäteten, geschenkten Zug.
Impressum
Genannt werden Herausgeber (DB Fernverkehr AG), Gesamtverantwortung, Illustrator:innen (Sascha Wüstefeld für „Der kleine ICE“, Titus Ackermann für „Oli“), die Redaktion KB&B – Family Marketing Experts sowie weitere Textautor:innen für die einzelnen Rubriken, außerdem Druckerei und Kontakt für Anzeigen.
Comic: Der kleine ICE im ewigen Eis
Auf dem Weg zu einer Klima-Demo in Berlin fürchtet Ida IC, wegen der „globalen Erwärmung“ im Schnee steckenzubleiben – eine Sorge, die der kleine ICE zunächst für unlogisch hält, da wärmeres statt kälteres Wetter zu erwarten wäre. Ida erklärt, dass schmelzendes Arktiseis die weltweite Luftzirkulation durcheinanderbringt, wodurch Sommer heißer, Winter kälter und das Wetter insgesamt verrückter werden; sie berichtet von einer kürzlichen Hundeschlittentour durch Sibirien, bei der sie die Rekordkälte selbst erlebt habe. Kurz darauf gerät der kleine ICE tatsächlich in einen heftigen Schneesturm und bleibt komplett eingeschneit stecken. Da unklar ist, wann Hilfe eintrifft – möglicherweise erst nach Tagen oder Wochen –, bereiten sich Ida und der kleine ICE aufs Überleben vor, unter anderem mit einer improvisierten Brezel-Mahlzeit aus dem Bordbistro. Ein Hilferuf an Simsala SUM bleibt zunächst erfolglos, da SUM gerade anderweitig im Einsatz ist. Als sich der kleine ICE und Ida daraufhin „ganz allein“ wähnen, taucht plötzlich ein hungrig aussehendes Wolfsrudel auf – zur allgemeinen Erleichterung stellt sich jedoch heraus, dass es sich um freundliche, vegetarische Wölfe handelt, die nur vom köstlich-käsigen Geruch des Zuges angelockt wurden und nach einem gemeinsamen Fondue fragen. Im Austausch für die „Köstlichkeit“ ziehen die Wölfe den kleinen ICE wie ein Schlittengespann aus dem Schnee frei. Am Ende schließen sich die Wölfe sogar der Klima-Demo an, mit Schildern wie „Mehr Sockensuppe für alle!“ und „Es ist höchste Eisenbahn!“.
Wo findest du mich? (Kinderwelt)
Eine Übersicht zeigt die vielfältigen Angebote rund um den kleinen ICE: im Bahnhof, im Zug, im Bordrestaurant, im Magazin und im Internet. Die überarbeitete Website www.der-kleine-ice.de bietet News, Geschichten, Comics, Spiele und einen großen Wissensbereich zu Bahnthemen; die App „Der kleine ICE 3D“ ermöglicht die digitale Erkundung des Zuges; die Kinderwelt im ICE Portal (erreichbar über iceportal.de/kinderwelt) bietet Videos, Spiele, Hörspiele, Filme und Gewinnspiele; die Kindermagazine LeseLOK und miniLOK bieten Rätsel, Malspaß und Witze; die Spiel- und Sammelfiguren sind gegen die Kinderfahrkarte kostenlos im Bordbistro erhältlich; an Wochenenden sind DB-Kinderbetreuer:innen in vielen ICE-Zügen im Einsatz; und gemeinsam mit der HABA Digitalwerkstatt ermöglicht die Bahn einen spielerischen Zugang zu digitaler Bildung.
Guinness World Records: Entdecken! Staunen! Lachen!
Eine mehrseitige Rekord-Strecke aus dem Guinness-Weltrekordbuch 2020 präsentiert unter anderem: die meisten Fußball-„Clipper“-Tricks in einer Minute (Marcel Gurk, 60 Tricks, 2018); die größte mit der Hand geblasene Seifenblase (Mariano Guz, 45.510 cm³); das größte Waldhorn-Ensemble (279 Hornisten unter Leitung von Benjamin Comparot, 2019); den größten Zauberwürfel (2,82 m² pro Seite, TELUS Spark Museum); die schnellste Zeit, einen Teller Pasta zu essen (Michelle Lesco, 26,69 Sekunden, 2017) sowie weitere Rekorde von ihr im Hotdog- und Mayonnaise-Essen; das kleinste Hengst-Pony (Bombel, 56,7 cm, 2018) und das inzwischen verstorbene kleinste Stuten-Pferd (Thumbelina, 44,5 cm); die meisten Ein-Finger-Liegestütze in 30 Sekunden (Xie Guizhong, 41 Stück, 2011) sowie sein Rekord im Ein-Finger-Autoschieben; die meisten Rückwärtssaltos in einer Minute beim Feuerspucken (Ryan Luney, 14 Saltos, 2017); die meisten gleichzeitig gedrehten Hula-Hoop-Reifen (Marawa Ibrahim, 200 Stück, 2015) sowie weitere ihrer Hula-Hoop-Rekorde; die schnellste Zeit, zehn Gymnastikbälle zu überspringen (Neil Whyte, 7,8 Sekunden, 2016); sowie die meisten auf einer Hundeschnauze balancierten Leckerlis (Rekordhalter Monkey mit 26 Keksen, 2013; aktueller Spitzenreiter George mit 29 Keckerlis, 2015). Ein Hinweis verweist auf Begleitvideos zu ausgewählten Rekorden unter www.guinnessworldrecords.com/2020.
Idas Reiseblog! Ida in Köln: Tuuut tuut und alaaf!
Ida IC erkundet Köln in vier Stationen. Station 1: Über die Hohenzollernbrücke, Deutschlands meistbefahrene Eisenbahnbrücke, mit Blick auf den Rhein und die 157 Meter hohen Zwillingstürme des Kölner Doms direkt neben dem Hauptbahnhof, wo auf der Domplatte Tourist:innen, Einheimische und Straßenkünstler:innen das bunte Treiben prägen. Station 2: Durch die verwinkelten Altstadtgassen vorbei am Tünnes-und-Schäl-Denkmal (ein Griff an Tünnes Knollennase soll Glück bringen) und dem Heinzelmännchenbrunnen bis zum Schokoladenmuseum am Rheinufer, wo man an einem echten Schokobrunnen naschen kann. Station 3: Auf der anderen Rheinseite erwarten das Abenteuermuseum Odysseum mit den Themenwelten „Leben“ und „Erde“, eine Runde durch den zwischen Mülheim und Deutz gelegenen Rheinpark sowie ein Sprung ins warme Becken der Claudius Therme. Station 4: Köln ist weltbekannt für seinen Karneval, der jährlich vom 11.11. um 11.11 Uhr bis Aschermittwoch dauert, mit Höhepunkt an Rosenmontag: Festumzüge, Karnevalssitzungen mit Tanz, Gesang und Büttenreden sowie der Grußruf „Alaaf!“ prägen die „fünfte Jahreszeit“, bei der es auch einen bunten Regen aus Konfetti und „Kamelle“ (Bonbons) geben kann. Ein Extra-Tipp nennt besondere Kinder-Karnevalsveranstaltungen 2020 wie die Pfannekuchensitzung, eine Familienshow mit der Band „Rita und der kleine Schosch“ sowie die „Schull- und Veedelszöch“ (Schul- und Stadtteilumzüge) am 23. Februar mit Beteiligung von über 50 Kölner Schulen. Ein Glossarhinweis erklärt die Kölner Dialektbegriffe „Pänz“ (Kinder) und „Kamelle“ (Bonbons).
Basteln: Ein Herz für Piepmätze (SUMs Basteltipp)
Eine Anleitung in fünf Schritten zeigt, wie man aus Kokosfett und verschiedenem Vogelfutter/-körnern ein herzförmiges winterliches Vogelfutter herstellt: Ein Ausstecher in Herzform (oder einem anderen Motiv) wird mit Alufolie dicht verschlossen; erwärmtes, flüssiges Kokosfett wird kurz abgekühlt, bevor die Körner eingerührt werden (nicht zu viele, damit die Masse zusammenhält); die Körner-Kokosfett-Masse wird ins Förmchen gefüllt, fest gedrückt und mit einem Trinkhalm durchlöchert; nach mindestens einigen Stunden bis zum nächsten Tag Trocknungszeit wird das fertige Herz aus der Form gelöst und eine Schnur zum Aufhängen hindurchgezogen.
Anzeige: Die Kindersachbuchreihe GEOlino wird beworben, mit Verweis auf eine kostenlose Probeausgabe unter geolino.de/heft.



