Ausgabe 2 | 2026
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LeseLOK – Ausgabe 2/2026: Aufgeblättert, fertig, los!
Titelbild: Ein echtes Foto zeigt den neuen weiß-roten ICE L, der durch eine wolkige, sonnendurchflutete Himmelskulisse rast. Die Titelzeile „Zeit ist L – Warum der neue ICE L tiefergelegt wurde“ kündigt die Titelgeschichte an. Drei runde Teaserbilder verweisen auf ein Interview mit dem Leiter des Fundbüros samt Kuschelbär, einen Comic mit dem kleinen ICE sowie einen Zaubertrick fürs Bordrestaurant. Das Logo der Stiftung Lesen bestätigt die pädagogische Empfehlung des Hefts.
Inhalt dieser Ausgabe
- Tolle Technik: Hier kommt der neue ICE L
- Rätsel: Fünfmal Kopf anschalten, bitte!
- Interview: Was macht der Bär im Fundbüro?
- Kirstens Medientipps: Gute Unterhaltung für lange Fahrten
- Comic: Der kleine ICE wird erwachsen
- Bahnsinn: Wie kommt das Wasser in den Zug?
- Irre Geschichte(n): Was man alles aus Automaten ziehen kann
- Für Weltretter: Neues Leben für alte T-Shirts
- Echt witzig: Günnis Kracher + Lacher
- Berühmte Züge: Mit Volldampf ans Ende der Welt
- Schilderrätsel: Was mag dieses Zeichen wohl bedeuten?
- Bahnsinn: Eine Maschine und jede Menge Schotter
- Leseprobe: Rekorde rund um den Fußball
- Selber machen: Der magische Postkartentrick
- Alleschecker: Alles gelesen, alles gecheckt?
- Das Beste zum Schluss: Die ganze Welt des kleinen ICE
Ein Kasten erklärt den Zugang zur „Kinderwelt“ im ICE Portal: Gerät mit dem WLAN „WIFIonICE“ verbinden, „Hier geht’s ins Internet“ anklicken, AGB akzeptieren und über „Weiter“ oder direkt unter www.ICEportal.de die Kinderwelt unter „Unsere Servicewelten“ aufrufen.
Hallo! (Editorial)
Das Redaktionsteam begrüßt die Leserinnen und Leser mit Bezug auf den neuen ICE L und kündigt neben der Titelgeschichte einen Zaubertrick, Geschichten über verrückte Automaten und besondere Baumaschinen sowie einen Bericht über Kinder an, die alten T-Shirts neues Leben einhauchen.
Tolle Technik: Hier kommt der neue ICE L
Der Artikel erklärt den sogenannten Niederflureinstieg des neuen ICE L: Während bei klassischen Zügen unter dem Waggon bewegliche Drehgestelle liegen und Reisende deshalb Stufen hochsteigen müssen, sitzen beim ICE L die Räder einzeln zwischen den Wagen, sodass der Einstieg genau auf der Höhe des 76 Zentimeter hohen Bahnsteigs liegt – ebenerdig und ohne Koffer hochwuchten zu müssen. Der Zug ist zudem der familienfreundlichste der DB-Flotte mit dem größten Familienbereich (46 von 562 Sitzplätzen) und einem neu gestalteten Kleinkindabteil mit neun Plätzen; die Wagen sind zehn Zentimeter breiter als gewohnt. Eine Streckenkarte zeigt den Einsatz zwischen Berlin und Köln, ab Sommer zusätzlich über Hamburg nach Sylt sowie von Dortmund, Köln und Mannheim ins Allgäu nach Oberstdorf. Da der ICE L als einziger seiner Familie eine echte Lokomotive hat, kann er auf nicht elektrifizierten Strecken mit Biodiesel fahren, ansonsten mit Ökostrom. Ein Kasten „Gut zu(g) wissen“ fasst zusammen: Einsatz seit Ende 2025 mit vier, ab Sommer 13 Zügen; 562 Sitzplätze; rund 256 Meter Zuglänge; Höchstgeschwindigkeit 230 km/h.
Rätsel und jetzt du
Fünf Rätsel rund um den ICE L: über eine Doppelseite verstreute Buchstaben „L“ sollen gezählt werden; aus durcheinandergewürfelten Silben soll ein Begriff zusammengesetzt werden, der im ICE L größer ist als in jedem anderen Zug (Lösung: Familienbereich); ein Lückenwort soll sowohl zu einem vorangestellten als auch einem nachgestellten Begriff passen (etwa Sitz-/Wagen-Kombinationen); die genaue Zentimeterzahl der Einstiegshöhe soll aus drei Antwortmöglichkeiten erkannt werden (75, 76 oder 77); und ein blumenthemenbezogenes Sudoku-Rätsel verlangt, dass jede Blüte nur einmal pro Zeile und Spalte vorkommt. Die Lösungen stehen am Heftende auf Seite 51.
Interview: Fünf Fragen an Udo Feld (Fundbüro der Deutschen Bahn)
Udo Feld, 62, leitet seit 15 Jahren das zentrale Fundbüro der DB in Wuppertal, wo Fundsachen aus rund 80 Fundbüros in ganz Deutschland landen, wenn sich nach einer Woche niemand meldet. Ursprünglich wollte er Bäcker werden, kam über einen Nebenjob zur Bahn und übernahm 2011 die Leitung des Fundbüros. Am Job schätzt er die Vielseitigkeit und detektivische Suche nach Eigentümerinnen und Eigentümern, oft in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei. Erstaunlich findet er, dass jährlich rund 250.000 Gegenstände ankommen – am häufigsten Rucksäcke (28.000) und Handys (25.000), aber auch schon ein Fernseher oder ein Schlauchboot. Sein Kindheitstraumberuf war Förster. Ein Foto zeigt Udo Feld neben einem großen Teddybären namens Bruno, der nie abgeholt und von den Mitarbeitenden „adoptiert“ wurde; ein weiteres Foto zeigt sorgfältig beschriftete Fundstücke im Lager.
Anzeige: Gewinnspiel von VisitDenmark um einen 500-€-Ferienhaus-Gutschein. Anhand von drei Fotos und Hinweistexten sollen die Kinder Sofie, Lina und Jonas den richtigen Ferien-Aktivitäten am dänischen Meer zugeordnet werden. Einsendeschluss war der 30. Juni 2026.
Kirstens Medientipps: Gute Unterhaltung (nicht nur) für lange Fahrten
Vorgestellt werden vier Medientipps: das Sachbilderbuch „Was steckt denn da dahinter?“ von Lorena Lehnert und Sabine Rothmund über Verborgenes hinter Gullydeckeln und Fahrkartenautomaten (Tessloff, ab 5 Jahren); der zweiwöchentliche GEOlino-Podcast mit Entdeckungstouren durch Zeit, Tiefsee und All (ab 8 Jahren); das Kinderbuch „Die Astronautin von nebenan“ von Inga Marie Ramcke und Lada Chizhova über ein krankes Mädchen, das mit seiner Nachbarin Astronautentraining übt (Fischer Sauerländer, ab 5 Jahren); sowie „Robin the Hood – Wie klaut man eine Stadt?“ von Rüdiger Bertram und Horst Hellmeier über eine Geheimdienstmission um eine Stadt in einer Schneekugel (cbj, ab 10 Jahren).
Comic: Der kleine ICE wird erwachsen
Der mehrseitige Comic erzählt: Der kleine ICE hilft Professor Moranis im Labor bei Experimenten mit Chemikalien, wobei einiges schiefgeht und eine grüne Substanz über ihm verschüttet wird. Am nächsten Morgen entdeckt er im Spiegel Barthaare im Gesicht und hält sich für erwachsen geworden. Voller Freude will er nun wie ein Erwachsener leben: Er packt seine Spielsachen und Comics weg, verabschiedet sich schweren Herzens von seinem Kuschelteddy Mister Flauschi und trinkt Kaffee, den er eigentlich widerlich findet. Als ihm ein Postbeamter stattdessen einen riesigen Stapel Formulare für Steuern und Versicherungen bringt, wird ihm das Erwachsensein schnell zu bunt. Schließlich stellt sich heraus, dass der vermeintliche Bart nur von verschüttetem Pflanzenwuchsmittel stammt – erleichtert eilt der kleine ICE los, um sich seinen Mister Flauschi zurückzuholen.
Bahnsinn: Wer, wie, Wasser?
Der Artikel erklärt, woher das Wasser an Bord eines ICE kommt: Bei jedem Halt können Mitarbeitende auf der bahnsteigabgewandten Seite unbemerkt Frischwassertanks auffüllen, die je rund 400 Liter (etwa drei Badewannen) fassen. Die Tanks werden nachts nach der letzten Fahrt gereinigt und desinfiziert; da alle Züge mit geschlossenen Systemen fahren, wird auch das Abwasser gesammelt und erst bei der nächtlichen Reinigung fachgerecht entsorgt statt unterwegs abgelassen. Bei besonders langen, gut besetzten Strecken wie Hamburg–Basel kann während der Fahrt sogar unbemerkt nachgetankt werden, wie am Beispiel eines Zwischenhalts in Frankfurt am Main geschildert wird.
Irre Geschichte(n): Alles auf Knopfdruck
Der Beitrag blickt auf die Geschichte der Verkaufsautomaten an Bahnhöfen zurück: Vor über 100 Jahren gab es dort unter anderem den „Reclam-Automaten“ mit kleinen, günstigen Büchern für die Zugfahrt sowie Strumpfautomaten, die Reisenden mit kaputten Strümpfen aushalfen. Ein historisches Foto zeigt einen solchen Bücherautomaten, ein Nachbau steht im Erlebnisbereich KIBALA des DB Museums Nürnberg. Dort gibt es inzwischen auch einen neuen, eigens gestalteten Automaten mit Spielfiguren aus der Welt des kleinen ICE, Kartenspielen, Brio-Eisenbahnen und Verkleidungsmützen. Ein Faktenkasten ergänzt: Das DB Museum Nürnberg ist das älteste Eisenbahnmuseum der Welt, und Nürnberg ist der Ort, an dem 1835 die erste deutsche Eisenbahn abfuhr.
Anzeige: Für Spielkarten mit „Der kleine Rabe Socke“ und dem kleinen ICE, erhältlich gegen Vorlage der Kinderfahrkarte im Bordbistro, verbunden mit einem Gewinnspiel um zehn Rabe-Socke-Fanpakete inklusive Spielzeugflitzern.
Für Weltretter: Vom T-Shirt zur Tasche
Die elfjährige Mariam und die zwölfjährige Hannah engagieren sich in der Umwelt-AG des Hölderlin-Gymnasiums Heidelberg und zeigen bei einem Schulfest, wie man aus alten T-Shirts ohne Nähen Beutel herstellt: Ärmel und Halsausschnitt werden abgeschnitten, unten Fransen eingeschnitten und verknotet. Die AG betreibt zudem ein Bücher-Tauschregal und veranstaltet Kleidertausch-Partys; die Mädchen sind auch bei der Aktion „Stadtradeln“ aktiv. Fotos zeigen den hergerichteten Klassenraum, die Bastelschritte sowie ein weiteres Upcycling-Beispiel: Portemonnaies aus Getränkekartons. Fakten am Rand: Jede Person in Deutschland kauft im Schnitt 60 Kleidungsstücke pro Jahr, ein Fünftel wird kaum getragen; pro Jahr entstehen über eine Million Tonnen Altkleider, von denen weltweit 80 Prozent verbrannt oder deponiert werden. Tipps zum Mitmachen: nachhaltig einkaufen (Ökosiegel, Secondhand), Kleidung seltener waschen sowie flicken oder zu neuen Kleidungsstücken umfunktionieren.
Echt witzig: Günnis Kracher + Lacher
Eine Witzseite mit kindgerechten Scherzfragen und Kalauern, unter anderem darüber, warum Fische im Flussbett schlafen, warum Rätselraten gefährlich sei (man kann sich den Kopf zerbrechen), einem Schulwitz über den „gemeinsamen Nenner“ sowie Scherzfragen, wer eine Brille trägt und trotzdem nichts sehen kann (die Nase) und welcher Fall nicht gelöst werden kann (der Wasserfall).
Berühmte Züge: Der Zug am Ende der Welt
Vorgestellt wird der Ferrocarril Austral Fueguino in Feuerland, Argentinien – die südlichste Bahnstrecke der Welt. Früher diente die Bahn dem Gefangenentransport, seit 1994 ist ein rund 8 Kilometer langer Streckenabschnitt für Touristinnen und Touristen geöffnet, die auf der etwa 1,5-stündigen Fahrt durch den Nationalpark „Tierra del Fuego“ Wälder, Wasserfälle, Vögel und mit Glück den scheuen Feuerlandfuchs erblicken können. Ein Faktenkasten nennt die geringe Spurweite von nur 50 Zentimetern, die schmalen, rund 1,50 Meter breiten Waggons sowie einen komfortablen „Präsidentenwaggon“ gegen Aufpreis.
Schilderrätsel: Gib mir ein Zeichen!
Ein Foto zeigt ein orangefarbenes, dreieckiges Bahnsignal mit der schwarzen Ziffer 5 neben den Gleisen. Drei Antwortmöglichkeiten stehen zur Auswahl, ob es die Entfernung zum nächsten Bahnhof, eine Streckenabschnittsnummer oder eine Geschwindigkeitsbegrenzung anzeigt. Die Auflösung erklärt: Es handelt sich um ein Geschwindigkeits-Ankündesignal, dessen Zahl mit zehn multipliziert die angekündigte Höchstgeschwindigkeit in km/h ergibt – eine 5 bedeutet also 50 km/h.
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Bahnsinn: Die stopft!
Der Artikel erklärt die Arbeit einer Gleisstopfmaschine der DB Bahnbau Gruppe: Sie verdichtet durch Vibration den Schotter unter den Bahnschwellen, damit Gleise wieder gleichmäßig liegen und Züge schnell und leise fahren können – eine Arbeit, für die früher rund hundert Menschen nötig waren. Moderne Stopfmaschinen mit Hybridantrieb können sowohl mit Diesel als auch mit Strom aus der Oberleitung betrieben werden und arbeiten so leise, dass sogar nachts mitten in einer Stadt gestopft werden könnte. Fotos zeigen die Bedienerkabine und das Stopfaggregat der Maschine.
Leseprobe: Rekorde rund um den Fußball
Die Doppelseite präsentiert Auszüge aus „GUINNESS WORLD RECORDS Fußball Edition“ und „GUINNESS WORLD RECORDS 2026“ (Ravensburger Verlag, ab 8 Jahren): darunter die jüngste Freestyle-Weltmeisterin Isabel Wilkins (Großbritannien), der Rekordhalter für die meisten roten Karten einer Karriere, Gerardo Bedoya (46 Rote Karten), der Sammler mit den meisten Fußbällen sowie Bundesliga-Rekorde von Trainer Udo Lattek (8 Meistertitel) und Spieler Thomas Müller (12 Meistertitel). Eine weitere Seite aus „Fußball-Stars – Alles über Messi“ erklärt in kurzen Stichpunkten, warum Lionel Messi so außergewöhnlich gut ist: seine Beweglichkeit und Schnelligkeit, sein Dribbling, präzise Pässe, taktische Übersicht und vor allem seine vielen Tore.
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Selber machen: So zauberst du die Schwerkraft weg
Anleitung für einen Zaubertrick mit einem randvoll gefüllten Wasserglas und einer Postkarte: Die Postkarte wird auf das Glas gelegt, festgehalten, während das Glas umgedreht wird, und bleibt beim Loslassen scheinbar magisch haften. Die Erklärung: Es handelt sich um denselben Unterdruck-Effekt wie bei einem Saugnapf – der Trick funktioniert nur so lange, bis die Postkarte durchgeweicht ist und Luft eindringen kann.
Alleschecker: Alles gelesen, alles gecheckt?
Ein Quiz mit zehn Multiple-Choice-Fragen prüft das Heftwissen, etwa zur Bedeutung des Buchstabens L im Namen des ICE L, zum Namen des Teddybären des kleinen ICE, zur Zahl der DB-Fundbüros, zur Form des Geschwindigkeits-Ankündesignals, zur Größe der Bordtoiletten-Wassertanks, zu historischen Bahnhofsautomaten, zur Physik des Postkartentricks, zu Fußball-Rekorden, zur Funktion der Stopfmaschine und zum Tier am Ende der Welt (Feuerlandfuchs). Die Lösungen samt Seitenverweisen stehen am Ende des Heftes.
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Das Beste zum Schluss: Tolle Extras für junge Reisende!
Die Schlussseite fasst besondere Angebote der Deutschen Bahn für Kinder und Familien zusammen: die „Kinderwelt“ im ICE Portal mit Videos, Spielen und Hörbüchern sowie die Website www.der-kleine-ICE.de; ein Kartenspiel oder Spielfiguren im Bordbistro gegen Vorlage der Kinderfahrkarte; die Kindermenü-Snackbox in Bahnhofsform mit Süßigkeit und kleiner Überraschung; sowie die Möglichkeit, per QR-Code auf der Sitzrückseite oder über die App DB Navigator Feedback zur Zugfahrt zu geben. Das Impressum nennt Herausgeber (DB Fernverkehr AG), Redaktion, Illustration und Druck sowie den Hinweis auf FSC-zertifiziertes Papier. Am Ende folgen die vollständigen Rätselauflösungen des Heftes.



