Ein langer Zug fährt an einem Fluss durch einen Wald; dahinter hohe, schneebedeckte Berge.
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Kanadas transkontinentale Eisenbahn

5.000 Kilometer – einmal quer durch Kanada

Kanada ist das zweitgrößte Land der Erde. Weil Kanada so groß ist, sind auch seine Bahnlinien besonders lang. Manche fahren viele Tage.

Ein großes Versprechen

Als die Menschen in British Columbia vor rund 150 Jahren vor der Entscheidung standen, ob sie Teil des neu gegründeten Staates Kanada werden sollten, überzeugte sie vor allem eines: das Versprechen, British Columbia per Eisenbahn an den Rest des Landes anzuschließen. Klingt einfach. Allerdings ist Kanada fast 30‑mal größer als Deutschland. Es ging um Tausende Kilometer von Gleisen zwischen den großen Städten im Osten des Landes und British Columbia ganz im Westen – durch endlose Wälder und Steppen, über die Schneegipfel der Rocky Mountains.

Güterzug der Canadian Pacific fährt durch trockenes Gelände; daneben großes Rangierfeld und eine Weltkarte.

Die Verbindung entsteht

Doch vier Jahre später war die Verbindung tatsächlich hergestellt und hält bis heute. An manchen Stellen sogar doppelt, etwa im Tal des Thompson River: Hier verlegten gleich zwei Eisenbahngesellschaften ihre Schienen, jede an einem der Flussufer. Bestimmt eine schöne Abwechslung für die Lokführer, wenn ihnen auf den tagelangen Fahrten ab und zu ein entgegenkommender Kollege über das Wasser hinweg zuwinkt.

GUT ZU(G) WISSEN

  1. Für die etwa 5.000 Kilometer lange Strecke von Küste zu Küste musst du rund fünf Tage und fünf Nächte Fahrzeit einplanen.
  2. Personenverkehr macht nur den kleineren Teil aus. Hauptsächlich verkehren Güterzüge auf den Strecken.
  3. Durch das Tal des Thompson River fahren täglich etwa 60 Züge, jeweils 30 in jede Richtung.
  4. Manche davon sind bis zu fünf Kilometer lang und bestehen aus rund 250 Waggons.
  5. Zum Vergleich: In Deutschland sind es in der Regel nicht mehr als 35 Waggons.

Lokomotive der Canadian Pacific mit Nummer 1432 steht im Schnee; Dampf steigt auf; zwei Personen am Rand.