Dampflok des Ferrocarril Austral Fueguino mit mehreren Personenwagen auf einer schmalspurigen Bahnstrecke in einem Waldgebiet auf Feuerland.
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Der Zug am Ende der Welt – Ferrocarril Austral Fueguino

Der Ferrocarril Austral Fueguino rattert auf der südlichsten Bahnstrecke der Erde durch Argentinien.

Einst wurde dieser Zug nur dazu genutzt, Gefangene zu transportieren. Heute kannst du mit ihm ganz freiwillig fahren und die atemberaubende Natur des Nationalparks „Tierra del Fuego“ bewundern. Die Bahn wird auch „Zug am Ende der Welt“ genannt, denn jenseits der letzten Haltestelle liegt nur noch die unbewohnte Wildnis Feuerlands.

Als die Gefängnistransporte Mitte des vergangenen Jahrhunderts endeten, geriet die Bahn fast in Vergessenheit. Doch 1994 wurde ein Teil der alten Strecke für Touristen neu eröffnet. Bis heute entspricht etwa ein 8 Kilometer langer Abschnitt der ursprünglichen Strecke.

In gemächlichem Tempo dauert die Rundfahrt etwa 1,5 Stunden. Wer mit diesem Dampfzug auf Tour geht, entdeckt dichte Wälder, Wasserfälle, viele Vögel und mit etwas Glück sogar den Feuerlandfuchs. Beim Zwischenhalt in „La Macarena“ können Reisende aussteigen und die Umgebung auf eigene Faust erkunden.

Grüner Personenwaggon des Ferrocarril Austral Fueguino an einem Bahnsteig. Eine eingeblendete Karte zeigt die Lage der Bahnstrecke im Süden Argentiniens auf Feuerland.

Waggon © Jorge Gobbi

GUT ZU(G) WISSEN

  1. Der Ferrocarril hat einen Schienenabstand von nur 50 Zentimetern, das ist schmaler als zwei aufgeschlagene LeseLOK-Magazine nebeneinander.
  2. Auch die Waggons sind nur etwa 1,50 Meter breit. Eine erwachsene Person kann mit ausgebreiteten Armen beide Seitenwände zugleich berühren.
  3. Es gibt sogar einen „Präsidentenwaggon“. Wer den entsprechenden Aufpreis bezahlt, kann darin besonders bequem reisen.