Der kleine ICE

Rund ums Bahnfahren

Design bei der Eisenbahn …

Happy Birthday🎉 : Der große ICE feiert dieses Jahr 30. und der Intercity 50. Geburtstag! 

Zu seinem Jubiläumsjahr eröffnet das DB Museum im Oktober 2021 eine große Ausstellung rund um das Thema „Design und Bahn“. Da ich das Ausstellungsteam belauscht habe, kann ich dir jetzt schon einige Highlights verraten. Unter „Design“ versteht man die Gestaltung eines Gegenstands, wie eines Stuhls, eines Pullovers oder eben der Eisenbahn.

Immer, wenn etwas Neues designt, also gestaltet wird, gibt es mehrere Ideen, meist von verschiedenen Personen. So war es auch beim ICE. Das Ziel war die Schaffung eines Hochgeschwindigkeitszugs: eines Zuges, der mehr als 200 km/h schnell ist. Das Ergebnis kennen wir heute alle. Für den ICE gab es damals aber auch die Idee einer sehr langen, spitzen Zugnase.

ICE Idee einer sehr langen, spitzen Zugnase

Bei Eisenbahn-Design geht es nicht nur um das Äußere eines Zuges, sondern auch um die Fahrgasträume im Zug. In den letzten 100 Jahren haben die sich immer wieder verändert. Vor 100 Jahren war ein Zug mit plüschigen großen Sesseln unterwegs. Die Wände waren aus Holz, die Fenster hatten Gardinen, und auf den Tischen lagen weiße Tischdecken. Richtig gemütlich, sag ich dir, wie ein Wohnzimmer auf Schienen.

Rheingold

Ein solcher Zug hieß „Rheingold“. Seine Räume waren ähnlich wie die der ersten Klasse auf dem berühmten Luxusdampfer „Titanic“.

Opa Adler
Warum eigentlich der Name „Rheingold“? Der Zug fuhr zwischen Holland und der Schweiz an dem großen Fluss Rhein entlang. Einer Sage nach soll sich im Rhein ein Schatz namens „Rheingold“ verbergen.

Was haben dieses Bügeleisen und diese Dampflokomotive gemeinsam?

Stromliniendampflok

Sie erzeugen beide Dampf, das stimmt. Aber da ist noch mehr: Sie haben beide eine windschnittige, fließende Form. Sie stammen aus einer Zeit, als das Design der „Stromlinienform“ modern war. Stromlinienförmige Lokomotiven waren besonders schnell, weil sie gegen weniger Luftwiderstand zu kämpfen hatten. In Amerika war es ganz besonders modern, Dampflokomotiven eine glatte Außenhaut, genannt „Stromlinienverkleidung“, zu verpassen. Es gab dort einen Designer namens Henry Dreyfuss, von ihm stammte sowohl das hier gezeigte Bügeleisen als auch die Stromliniendampflok.

Dann gab es da noch einen Zug, der in Sachen Design alles miteinander verband: Die gemütlichen Innenräume, die windschnittige Form und die hohe Geschwindigkeit der Stromliniendampfloks. Darf ich vorstellen: Der „Fliegende Hamburger“!

Fliegende Hamburger

Diese und weitere spannende Geschichten erwarten dich ab Oktober 2021 bei mir im DB Museum Nürnberg. Komm vorbei!

Opa Adler schaut von links herein Kleiner ICE schaut nach oben Rot-brauner Cartoon-Vogel Blauer Cartoon-Vogel
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