
Gib mir ein L: So cool ist der neue ICE L!
Dieser Zug hat etwas, das kein anderer in der Flotte der Deutschen Bahn besitzt: einen Niederflureinstieg. Nie gehört? Macht nichts.
Hier erfährst du, was das ist und warum es das Reisen mit dieser nagelneuen Baureihe der Deutschen Bahn so wahnsinnig angenehm macht.
Volle Fahrt in die Zukunft: Mit dem neuen ICE L wird das Reisen noch bequemer.
760 heißt die magische Zahl. Das ist die Höhe der allermeisten Bahnsteige in Deutschland, an denen Fernzüge halten. 760 Millimeter, also 76 Zentimeter, also in etwa so hoch wie ein durchschnittlicher Esstisch. Das wurde schon vor mehr als 120 Jahren per Verordnung so festgelegt – und trotzdem ist es ja bis heute so: Hält ein ICE oder IC und öffnet seine Türen, liegen dahinter in der Regel ein paar steile Stufen, die du erst hochsteigen musst, um an Bord zu gelangen. Der Grund ist einfach: Weil etwa beim ICE unter dem Waggon noch bewegliche Rahmen (Drehgestelle) mit jeweils vier Rädern liegen, fällt die ganze Konstruktion entsprechend hoch aus. Bisher!

ICE L © Deutsche Bahn AG / Dirk Wittmann, Hintergrund: KI-generiert, stock.adobe.com: Silhouette © md, Wolken © Muhashin
Leichter Einstieg für alle: Um in den ICE L zu gelangen, muss man keine Höhe überwinden.
Beim neuen ICE L gibt es keine Drehgestelle mehr: Die Räder sitzen einzeln zwischen den Wagen, und der Boden liegt dazwischen. Sozusagen tiefergelegt. Oder eben auf L getrimmt. L wie „low floor“, also niedriger Boden. Oder wie die Fachleute sagen: Niederflur. Der ist nicht nur bequem und praktisch, der spart auch Zeit. Schließlich muss niemand mehr mühsam seine Koffer hochwuchten oder hoffen, dass ihm jemand mit dem Kinderwagen hilft.

© Deutsche Bahn AG / Oliver Lang
Gute Aussichten: Der ICE L beherbergt den größten Familienbereich und ist damit der familienfreundlichste Zug der Deutschen Bahn.
Und wenn du dann erst einmal an Bord bist? Fühlt sich auch manches anders an: Durch die besondere Bauweise sind die Waggons zehn Zentimeter breiter. Klingt nicht viel, merkt man aber sofort. Das fühlt sich beinahe nach Wohnzimmer an. Auch cool: Insgesamt 562 Sitzplätze gibt es im ICE L – 46 davon im Familienbereich, dem größten in der gesamten Flotte.
© Deutsche Bahn AG / Dirk Wittmann

ICE L © Deutsche Bahn AG / Dirk Wittmann, stock.adobe.com: Sylt © Aufwind-Luftbilder, Landkarte © gt29, Wolken © Muhashin
Lust, einmal mitzufahren?
Bisher verkehren die ICE L zwischen Berlin und Köln.
Pünktlich zu den Sommerferien wird es auch von Berlin, Köln und Frankfurt über Hamburg nach Westerland auf Sylt gehen.
Darüber hinaus kannst du auch von Dortmund, Köln und Mannheim bis in die Berge nach Oberstdorf im Allgäu fahren.
Das geht übrigens zum allerersten Mal mit einem ICE.
Denn anders als seine Verwandten hat der ICE L eine Lokomotive, die ihn antreibt. So kann der Zug den jeweiligen Voraussetzungen angepasst werden: Weil die Strecken nach Oberstdorf und Sylt nicht elektrifiziert sind, spannt man einfach eine Lok davor, die mit Biodiesel fährt. Ansonsten fährt der ICE L elektrisch mit Ökostrom. Genial!

© Deutsche Bahn AG / Dirk Wittmann
Wie erkennst du in der App DB Navigator, dass es sich um einen ICE L handelt?
Indem du in der gewünschten Verbindung unter dem Zeichen „i“ auf den Hinweis „Einstieg stufenfrei“ achtest. Bitte beachte, dass sich der tatsächlich eingesetzte Zug nach Buchung noch ändern kann.









