Ausgabe 2 | 2020

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LeseLOK Ausgabe 2/2020: Aufgeblättert, fertig, los!

Titelbild: Auf grünem Grund ist eine Collage aus Fotos und Illustrationen arrangiert, darunter ein Schmetterling, eine Bahnhofsszene, eine Produktionshalle mit Förderband, ein Wasserbüffel auf einer Wiese, eine S-Bahn mit dem Zielschild „München Hbf“, sowie die comichafte Spielfigur des kleinen ICE zwischen einer Ziege und weiteren Tieren. Der Schriftzug „Aufgeblättert, fertig, los!“ kündigt die Umwelt-Ausgabe an, das Logo der Stiftung Lesen bestätigt die pädagogische Empfehlung.

Hallo Du und willkommen an Bord! (Editorial)

Das Redaktionsteam begrüßt die Leserschaft zur neuen, grasgrünen LeseLOK-Umwelt-Ausgabe: Sie lädt dazu ein, auf Bäume, Pflanzen und Tiere aufzupassen, denn schon kleine Veränderungen im Alltag helfen, Größeres zu schaffen. Angekündigt werden zahlreiche kleine Umweltschutz-Tipps für Schule und daheim, ein Bastelprojekt für Bienenwachstücher mit Simsala SUM, Informationen dazu, wie die Deutsche Bahn Schmetterlinge, Wildpferde und Wanderfalken schützt, ein Blick in die bunte Bahnhofswelt mit Oli sowie eine Einladung von Ida IC, mit dem Fahrrad durch Münster zu reisen.

Eltern-Tipp: Der DB Gepäckservice

Vorgestellt wird der DB Gepäckservice ab 13,90 Euro, mit dem Familien ihr Reisegepäck bequem von zu Hause oder einem Paketshop aus deutschlandweit sowie nach Österreich versenden können; Kinderwagen gelten dabei stets als Normalgepäck. Buchbar ist der Service bis zum Vorabend der Abholung, transportiert werden Koffer, Taschen, Rucksäcke, Kinderwagen, Fahrräder, Ski/Snowboards und Sportgeräte; erforderlich ist eine gültige Bahnfahrkarte zur jeweiligen Strecke, die bei der Abholung kontrolliert wird. Weitere Informationen unter bahn.de/gepaeckservice.

Service: Zugang zur Kinderwelt im ICE Portal

Eine Anleitung erklärt, wie man sich an Bord über das WLAN „WIFIonICE“ mit der „Kinderwelt“ verbindet, um dort Comics, Videos und Spiele zu nutzen.

Inhaltsverzeichnis

Die Rubrik „Entdecken & Staunen“ umfasst: Wild und wunderbar (wie die Bahn die Umwelt schützt), So einfach kann Umweltschutz für dich sein, Ganz schön viel los am Bahnhof, Blitzblank und frisch geföhnt (Waschanlage), Von der Rolle zur LeseLOK (Druckereibesuch), Das Haustier der Eisenbahner, Die Froschlotsin sowie Unterwegs mit der Kraft aus Sonne, Wind und Wasser (grüne Zugflotte). Die Rubrik „Lesen & Spielen“ umfasst: ein Gewinnspiel zum Film „Tess“, Kracher + Lacher von Günni, den Comic „Der kleine ICE und das Naturschutzgebiet“, Was bedeutet Erderwärmung, Idas Reiseblog Münster, Bienenwachstücher DIY sowie Eltern-Insiderwissen zum DB Gepäckservice. Ein Hinweis erklärt, dass alle personenbezogenen Bezeichnungen im Heft geschlechtsneutral zu verstehen sind.

Wild und wunderbar: So schützt die Bahn die Umwelt

Unter dem Motto „Das ist grün“ bündelt die Deutsche Bahn Maßnahmen für Umwelt und Klima, darunter Ökostromnutzung, Materialwiederverwendung und der Artenschutz entlang ihrer Strecken. Seit 2010 hat die Bahn über 25.000 Naturschutz-Aktivitäten verwirklicht, um Eingriffe in die Natur, etwa beim Bau neuer Strecken oder Tunnel, durch neue Lebensräume auszugleichen. Fünf geschützte Tierarten werden porträtiert: der seltene Apollofalter, dessen Bahndamm-Lebensraum am Fuße der Schwäbischen Alb durch Rückschnitt gepflegt wird; halbwilde Przewalski-Wildpferde, die auf 158 Hektar Fläche bei Hanau und Aschaffenburg weiden und durch Fressen und Galoppieren die Landschaft offen halten; der Europäische Biber, für dessen friedliche Koexistenz mit dem Bahnverkehr die Bahn in Süddeutschland einen eigenen Biberberater beschäftigt; der Wanderfalke, für den an Talbrücken wie der Strecke Hannover–Würzburg sowie an der Ilmtalbrücke spezielle Nisthilfen angebracht wurden; und Wasserbüffel, die im hessischen Büdingen ein ehemaliges Militärgelände in ein Sumpfgebiet verwandeln und damit unter anderem Unken-Arten das Überleben sichern. Zu jeder Tierart werden Lebensraum, Größe, Gewicht, Lebenserwartung, Merkmale und Besonderheiten tabellarisch aufgeführt.

So einfach kann Umweltschutz für dich sein

Zehn alltagstaugliche Umweltschutz-Tipps für Schule und Zuhause werden vorgestellt: 1. wilde Wiesen mit Wildblumen, Kräutergärten oder Insektenhotels als kleine Lebensräume anlegen; 2. den Schulweg mit Fahrrad, Roller oder zu Fuß statt mit dem Auto zurücklegen, etwa im Rahmen eines Wettbewerbs mit der Parallelklasse; 3. Papier sparen und beidseitig nutzen, am besten aus Recyclingpapier; 4. für Familienfahrten Bus und Bahn statt des Autos nutzen; 5. Müll vermeiden, etwa durch den Verzicht auf Strohhalme, mitgebrachte Brotboxen, Mehrwegtaschen und Eis in der Waffel statt im Becher; 6. auf Erdbeeren und anderes Obst/Gemüse außerhalb der Saison verzichten und stattdessen regionale, saisonale Ware bevorzugen; 7. gebrauchte Spielsachen auf Flohmärkten oder Kleinanzeigenportalen kaufen, verkaufen oder mit Freunden tauschen; 8. mit Mitschüler:innen und Lehrer:innen eigene Umweltideen entwickeln, etwa eine Umwelt-Projektwoche oder ein Recycling-Kunst-Event; 9. auf unnötig aufwendiges Geschenkpapier verzichten und stattdessen Stoff, Zeitungen oder bemalte alte Kartons verwenden; und 10. Pausenbrote in Brotdosen oder Bienenwachstüchern statt in Alu- und Frischhaltefolie verpacken sowie Getränke aus Mehrwegflaschen statt Plastikflaschen trinken.

Anzeige: Die Pokémon-Sammelkartenspiel-Erweiterung „Schwert & Schild“ wird beworben, mit neuen V- und VMAX-Karten wie Relaxo V/VMAX; ein Suchbild-Rätsel lädt dazu ein, Namen wie Zamazenta, Relaxo, Chimpep, Zacian, Memmeon, Hopplo und Lapras in einem Buchstabenraster zu finden.

Anzeige/Gewinnspiel: Zum Kinostart von „Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess“ (nach dem Kinderbuch von Anna Woltz) am 4. Juni 2020 werden 10 Sommerpakete mit je 2 Kinokarten, 1 Badetuch, 1 Wasserball und 1 Taschenbuch zum Film verlost. Die Quizfrage lautet, wie viel Zeit Tess für ihren Plan hat (Auswahl: 1 Woche oder 1 Monat); Teilnahme per E-Mail, Post oder online bis 30. Juni 2020.

Ganz schön viel los am Bahnhof!

Kinderreporter Oli war an vielen kleinen, mittleren und großen Bahnhöfen unterwegs und hat dort neue, im Testbetrieb befindliche Angebote der Deutschen Bahn entdeckt: eine kostenlose Fahrrad-Reparaturstation mit Flickzeug; ein günstiges Bäcker-Schülermenü fürs vergessene Frühstück; eine per Handy meldbare Schnellreinigung; einen „Spielomaten“ zum Zeitvertreib; Parkplätze für Fahrräder und E-Tretroller; einen „Rettomat“, der genießbare Lebensmittel kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum anbietet; selbstmeldende, digital vernetzte Mülleimer und Fahrstühle, die sich bei Störungen automatisch melden; geplantes WLAN auf allen Bahnhöfen und in allen Fernverkehrszügen; Moos an Bahnhofswänden zur Luftverbesserung; digitale Anzeigen zur nächsten Zugabfahrt; eine neue, computergenerierte Durchsagestimme; eine barrierefrei erreichbare DB Information; sowie einladende Sitzmöbel vor dem Bahnhof. Zahlen und Fakten: Täglich besuchen rund 20 Millionen Menschen einen der 5.700 Bahnhöfe in Deutschland (zum Vergleich: Berlin hat 3,6 Millionen Einwohner:innen); an 33 Bahnhöfen wird bereits 100 % Ökostrom genutzt; neue LED-Glühbirnen an Bahnhöfen sparen so viel CO2 wie über 1.000 Familien im Jahr benötigen.

Blitzblank und frisch geföhnt durchs Land

Der kleine ICE berichtet, dass er alle zwei bis drei Wochen in einer Waschanlage gereinigt wird; insgesamt bekommen rund 3.000 Regional- und S-Bahnen in 52 verschiedenen Waschanlagen der DB Regio regelmäßig eine „grüne Dusche“, meist nachts. Ein Waschgang dauert etwa 40 Minuten, denn die Bürsten müssen rund 100 Meter Zug reinigen. Der Reinigungsprozess läuft in mehreren Schritten ab: Zunächst wird der Zug per Laser vermessen, damit die Bürsten nicht zu nah herankommen; anschließend erfolgt die Vorwäsche mit temperaturangepasstem Wasser und Reinigungslösung; bei der Hauptwäsche schrubben hohe Seitenbürsten sowie spezielle 3D-Bürsten für die besonders geformten Loks beide Zugseiten gleichzeitig; abschließend wird der Zug mit wiederverwendetem Wasser und Frischwasser abgespült und meist an der Luft, gelegentlich mit einem großen Föhn, getrocknet. Für die Reinigung eines Meters Zug werden rund 40 Liter Wasser benötigt, wovon dank eines Kreislaufsystems bis zu zwei Drittel mehrfach verwendet werden können; der Rest wird in einer Abwasserbehandlungsanlage aufbereitet, auch die Reinigungsmittel sind möglichst umweltfreundlich. Ein abschließendes Wissensquiz mit drei Fragen (Dauer einer Zugwäsche, Zeitpunkt der meisten Waschgänge, Anteil des wiederverwendeten Wassers) klärt über die richtigen Antworten auf: 40 Minuten, nachts, bis zu zwei Drittel.

Von der Rolle zur LeseLOK: ein Druckereibesuch

LeseLOK-Redakteurin Pamela und ihre siebenjährige Tochter Emilia berichten von ihrem Besuch in der Druckerei: Alle Seiten der LeseLOK entstehen zunächst am Computer und werden als Datei an die Druckerei geschickt, wo Druckmeister Marco Hartmann während des Drucks kontrolliert, ob Farben und Ausrichtung stimmen. Die Heftseiten werden per Laser auf Druckplatten übertragen, die in vier verschiedene Druckwerke eingehängt werden. Eine gigantische, 1.000 Kilogramm schwere und 1,20 Meter große Papierrolle wird im Rollenoffset beidseitig und farbig bedruckt; aus einer Rolle entstehen rund 15.000 LeseLOKs, im Schnitt werden neun Rollen benötigt und der gesamte Druckvorgang dauert rund acht Stunden. Der Druck erfolgt in den vier Farben Blau (Cyan), Rot (Magenta), Gelb (Yellow) und Schwarz, die per Walzen nacheinander aufgetragen werden; der Umschlag wird separat im Bogenoffsetdruck auf großformatigem Papier gedruckt. Abschließend werden Rollen und Bögen gefalzt, Umschlag und Innenseiten in der richtigen Reihenfolge zusammengetragen, mit zwei Klammern in der Mitte geheftet und auf die endgültige Heftgröße zugeschnitten.

Das Haustier der Eisenbahner: Määäääääh!

Opa Adler berichtet, dass im DB Museum Nürnberg neben ihm selbst auch eine ausgestopfte Ziege lebt, liebevoll „Irene“ genannt und unter Eisenbahnern als „Eisenbahnerkuh“ bekannt. Der Hintergrund: Vor rund 150 Jahren, als es noch keine Supermärkte gab, versorgten sich die Menschen stärker selbst; die Eisenbahn erlaubte ihren Mitarbeitenden, die Grünflächen entlang der Gleise als Gartenflächen zu nutzen, auf denen in der Freizeit Obst und Gemüse angebaut sowie Hühner, Kaninchen und Ziegen gehalten wurden. Bahnwärter:innen wohnten oft direkt in kleinen Bahnwärterhäuschen an den Gleisen. Die Ziege wurde zum beliebtesten Nutztier der Eisenbahner, da sie neben Fleisch, Milch und Leder wie eine Kuh zusätzlich Wolle lieferte und deutlich weniger Platz benötigte.

Wie wir die Welt retten: Die Froschlotsin

Ein Sachwissen-Kasten erklärt, dass fast alle heimischen Amphibien wie Erdkröten oder Teichmolche im Frühjahr nach der Winterruhe bis zu drei Kilometer zu ihren Laichgewässern wandern und dabei zunehmend Straßen überqueren müssen, was besonders für seltene Arten wie den Moorfrosch ein Aussterberisiko birgt. An Hunderten Straßen bauen Helfer:innen Schutzzäune, die die Tiere in eingegrabene Eimer leiten; so werden in Deutschland jährlich etwa eine halbe Million Amphibien gerettet, allein in Bayern sind dafür rund 6.000 Helfer:innen im Einsatz. Vorgestellt wird die 15-jährige Katharina aus Wittmar, die sich seit ihrem achten Lebensjahr für den Amphibienschutz engagiert, inzwischen die örtliche Amphibienschutzgruppe leitet und während der Wandersaison von März bis Oktober fast rund um die Uhr Tiere über eine stark befahrene Dorfstraße trägt. Sie sorgte zudem dafür, dass ein Informationskasten am Krötenschutzzaun neu gestaltet und gefährliche, offene Gullys an der Straße abgedeckt wurden. Im Interview erzählt sie, dass Frösche entgegen mancher Vorurteile nicht eklig, sondern lediglich kühl seien, und dass es sich gut anfühle, den Tieren zu helfen. Weitere Handlungstipps: bei Naturschutzbund (NABU) oder BUND nach Mitmachmöglichkeiten fragen, im Frühjahr auf in Gullys oder Lichtschächten festsitzende Amphibien achten, ungenutzte Gartenteiche als Laichgewässer erhalten statt zuschütten, sowie als Autofahrer:in in Amphibienschutz-Zonen auf maximal 30 km/h abbremsen, da bereits der Fahrtwind überfahrender Autos die Tiere durch Unterdruck verletzen kann.

Anzeige/Gewinnspiel: GEOlino und 105’5 Spreeradio laden am 30. August 2020 zum Musikfestival „GEOlino LIVE Open Air“ auf der Parkbühne Wuhlheide in Berlin ein, mit Acts wie Deine Freunde, Glasperlenspiel, Donikkl und herrH; die Deutsche Bahn ist Partner und verlost ein Festival-Wochenende samt Bahnreise, Hotelübernachtung und Tierpark-Besuch in Berlin.

Kracher + Lacher von Günni

Eine Witzeseite präsentiert unter anderem einen Scherz über einen „Elektro-Elefanten“ als Spielzeug, einen Kinderwitz über das Staubsaugen mit zehn Jahren, einen Dialog zwischen einem Schaf und einem Rasenmäher, einen Scherzfrage-Witz über zwei Biber an einem ausgetrockneten See („Seeräuber“), sowie Rätselwitze über einen „Wachsmalstift“ und einen schwarz-weißen „Schwinguin“ auf einer Schaukel.

Impressum

Genannt werden Herausgeber (DB Fernverkehr AG), Gesamtverantwortung, Illustrator:innen (Sascha Wüstefeld für „Der kleine ICE“, Titus Ackermann für „Oli“), die Redaktion KB&B – Family Marketing Experts sowie weitere Textautor:innen für die einzelnen Rubriken, außerdem Druckerei und FSC-Zertifizierung des Papiers.

Comic: Der kleine ICE und das Naturschutzgebiet

Simsala SUM soll laut Bauplan eine neue ICE-Strecke durch einen Sumpf verlegen, bevor der kleine ICE in wenigen Stunden dort durchfahren soll. Beim Schienenlegen erschreckt SUM jedoch eine laut rülpsende Kröte – eine seltene, streng geschützte „Rülpskröte“ beim Brüten, die auf keinen Fall gestört werden darf. SUM probiert mehrere Alternativen aus: Ein gegrabener Tunnel entpuppt sich als Bau eines seltenen „Waschwombats“; eine oberirdische oder Brückenlösung wird ebenfalls verworfen, weil ein Schwarm seltener Schlingdrosseln in den umliegenden Bäumen nistet. In seiner Not ruft SUM den schrulligen Professor Moranis herbei, der eine vermeintlich sichere Teleportations-Technologie anbietet – tatsächlich ist sie höchst riskant, wenn zwei Lebensformen gleichzeitig hindurchgehen. Auch dieser Plan zerschlägt sich, weil im Sumpf zu viele weitere Tiere leben, die SUM nicht aus ihrem Zuhause vertreiben möchte. Schließlich entscheidet sich SUM für eine simple Umleitung der Strecke um den Sumpf herum – auch wenn die Fahrt dadurch etwas länger dauert, sind der kleine ICE und seine Fahrgäste gerne bereit zu warten, wenn dafür die Natur geschont wird. Am Ende bewundert die versammelte Gruppe den seltenen Balztanz einer Schlingdrossel, deren mehrwöchige „Hochzeit“ die Umleitung zusätzlich rechtfertigt.

Anzeige: Der Kindersender TOGGO wirbt für seine App mit ganzen Folgen von „Alvinnn!!! und die Chipmunks“.

Was bedeutet Erderwärmung? Warum müssen wir den Klimawandel stoppen?

Als Leseprobe aus dem Ravensburger Sachbuch „Wieso? Weshalb? Warum? ProfiWissen Umweltschutz“ wird erklärt: Bleibt der Ausstoß von Treibhausgasen unverändert hoch, könnte die weltweite Durchschnittstemperatur (derzeit rund 15 Grad Celsius) bis zum Ende des Jahrhunderts um vier oder mehr Grad steigen, wobei bereits eine Erwärmung von über zwei Grad schwerwiegende Folgen hätte; Ziel ist eine Begrenzung auf 1,5 bis 2 Grad. Folgen des Klimawandels sind unter anderem: extremeres Wetter mit stärkeren Stürmen, Starkregen und Hitzewellen (in Deutschland doppelt so häufig wie vor 50 Jahren); schmelzendes Meereis in der Arktis, das den Meeresspiegel nicht direkt erhöht, sowie schmelzende Festlandeisschilde in Grönland und der Antarktis, die dem Meer zusätzlich rund 14 Millionen Liter Wasser pro Sekunde zuführen; verstärkte Gefahr für Waldbrände und gesundheitliche Risiken für ältere oder vorerkrankte Menschen durch Hitzewellen; verschobene Jahreszeiten, die etwa Zugvögel wie den Trauerschnäpper aus dem natürlichen Rhythmus bringen; ungleiche globale Auswirkungen, da Ernteerträge in Teilen Afrikas, Südostasiens und Lateinamerikas sinken könnten, während Menschen in wirtschaftlich schwächeren Regionen, die selbst wenig zum Klimawandel beigetragen haben, besonders hart getroffen werden und teils zur Flucht gezwungen sind; sowie eine Bedrohung für zahlreiche Tierarten, etwa durch gestörte Fortpflanzung von Meeresschildkröten oder Wassermangel bei Afrikanischen Elefanten.

Im Anschluss folgt eine Rubrik „Wie viel zählt mein Beitrag?“, die anhand von Rechenbeispielen zeigt, wie wirksam individuelles Verhalten sein kann: Wer statt Autofahrten täglich 5 Kilometer Rad fährt, spart jährlich rund 410 Kilogramm CO2; wer den Fleischkonsum halbiert, spart jährlich rund 258.000 Liter Wasser und 157 Kilogramm CO2; wer ein Jahr lang statt Butter pflanzliche Margarine nutzt, spart 47 Kilogramm CO2; wer fünf Baumwoll-T-Shirts weniger im Jahr kauft, spart rund 15.000 Liter Wasser; wer eine Minute kürzer duscht, spart so viel Energie, wie ein Computer in 60 Stunden verbraucht; und wer die eigene Lebensmittelverschwendung halbiert, rettet jährlich rund 41 Kilogramm Nahrung.

Idas Reiseblog! Ida in Münster: Ring, ring – Auf die Räder, fertig, los!

Ida IC erkundet die Fahrradstadt Münster in vier Stationen. Station 1: Direkt am Bahnhof beeindruckt das größte Fahrradparkhaus Deutschlands mit bis zu 3.300 Stellplätzen; von dort führt die 4,5 Kilometer lange, autofreie Promenade rund um die Altstadt vorbei an Wiesen und Spielplätzen (Münster zählt rund 310.000 Einwohner:innen und etwa 500.000 Fahrräder). Station 2: In der Altstadt begeistern die kunstvoll verzierten Giebelhäuser am Prinzipalmarkt sowie der Domplatz mit dem St.-Paulus-Dom, an Markttagen (mittwochs und samstags) besonders lebendig; nahe dem Schloss, in dem ein Teil der Universität untergebracht ist, liegt der Botanische Garten. Station 3: Am Aasee, startend bei der bekannten, 3,5 Meter durchmessenden Billardkugel-Skulptur, lockt das Mühlenhof-Freilichtmuseum mit bis zu 500 Jahre alten Bauwerken und Mitmach-Handwerk wie Schmieden oder Spinnen, ganz in der Nähe liegt der Allwetterzoo. Station 4: Im Münsteraner Hafen laden Terrassen, Restaurants, Beachbars und Boote zu einer Eispause ein, bevor Ida bei der Skatehalle Skaters Palace vorbeischaut. Eine besondere Anekdote erzählt von der Schwanendame Petra, die sich vor einigen Jahren am Aasee in ein vermeintliches, tatsächlich aber aus einem Tretboot in Schwanenform bestehendes „Gegenüber“ verliebte und internationale Schlagzeilen machte. Ein Tipp verweist auf den Buddelplatz „Maxi-Sand“ und den kindgerechten Spielturm „Maxi-Turm“ für Familien in der Innenstadt.

Wo findest du mich? (Kinderwelt)

Eine Übersicht zeigt die vielfältigen Angebote rund um den kleinen ICE: die überarbeitete, schnellere Website www.der-kleine-ice.de mit News, Geschichten, Comics, Spielen und einem großen Wissensbereich zu Bahnthemen; die App „Der kleine ICE 3D“ zur digitalen Erkundung des Zuges; die Kinderwelt im ICE Portal mit Videos, Spielen, Hörspielen und Filmen; die Kindermagazine LeseLOK und miniLOK mit Rätseln, Malspaß und Witzen; die Spiel- und Sammelfiguren, erhältlich gegen die Kinderfahrkarte im Bordbistro; an Wochenenden aktive DB-Kinderbetreuer:innen in vielen ICE-Zügen; sowie die Kooperation mit der HABA Digitalwerkstatt für einen spielerischen Zugang zu digitaler Bildung.

Anzeige: Die Kindersachbuchreihe GEOlino wird beworben, mit Verweis auf eine kostenlose Probeausgabe unter geolino.de/heft.

Basteln: Summ, Summ, Summ – Bienenwachstücher DIY (SUMs Basteltipp)

Eine Anleitung in fünf Schritten zeigt, wie man aus 100 % Baumwollstoff, vorgewaschenen Bienenwachsplättchen (ca. 100 g), etwas Kokosöl (ca. 1 TL), Backpapier und einem Bügeleisen wiederverwendbare Bienenwachstücher als umweltfreundliche Alternative zu Frischhaltefolie herstellt: Der zugeschnittene Stoff wird auf Backpapier gelegt, großzügig mit Wachsplättchen (optional zusätzlich mit erwärmtem Kokosfett für mehr Elastizität) bestreut, mit einem weiteren Bogen Backpapier abgedeckt und auf Baumwollstufe vorsichtig gebügelt, bis sich das Wachs mit dem Stoff verbindet; anschließend wird das Papier abgezogen. Nach dem Abkühlen wird das Tuch steif, lässt sich aber durch die Wärme der Hände wieder geschmeidig formen, um Lebensmittel einzuwickeln oder Schüsseln abzudecken. Hinweise: Bienenwachstücher eignen sich nicht zum Verpacken von Fleisch und Fisch und haben eine begrenzte Haltbarkeit; beim Bügeln sollten Kinder ihre Eltern um Hilfe bitten.