Ausgabe 4 | 2025

Heft herunterladen (PDF)
Alle Themen dieser Ausgabe

LeseLOK Ausgabe 4/2025

Das Titelbild zeigt vor dunkelblauem Nachthimmel mit Sternen eine Sammlung von Illustrationen zu den Heftthemen: eine schleifende Metallhornisse mit sprühenden Funken, einen Nachtzug, gruselige Comic-Figuren am Spukbahnhof sowie einen prunkvollen Eisenbahnwagen mit goldenen Verzierungen. Die Stimmung ist verspielt und neugierig machend, unten grüßt die Maskottchen-Figur der kleine ICE.

Inhalt

Die Inhaltsübersicht listet folgende Themen und Seitenzahlen auf:

  • Seite 4: Nachtzüge – Schlafend ans Ziel, und das schon seit gut 150 Jahren
  • Seite 10: Rätsel – Fünfmal Kopfzerbrechen
  • Seite 12: Interview – Warum beim Gleiseverlegen jeder Millimeter zählt
  • Seite 16: Comic – Der kleine ICE bibbert am Spukbahnhof
  • Seite 20: Bahnsinn – Rückt der Weichenschleifer an, fliegen die Funken
  • Seite 22: Selber machen – So kochst du leckere Wurstfinger
  • Seite 26: Echt witzig – Günnis Kracher und Lacher
  • Seite 28: Kirstens Medientipps – Gute Unterhaltung nicht nur für lange Fahrten
  • Seite 30: Berühmte Züge – Mit der Brockenbahn zum Hexengipfel
  • Seite 32: Irre Geschichte(n) – Ein rollender Palast wird aufgehübscht
  • Seite 36: Zahlen, bitte! – Wer ist die Schnellste im ganzen Land?
  • Seite 42: Selber machen – Seife, die an Bäumen wächst
  • Seite 44: Für Weltretter – Warum Charlotte ihre Bilder verkauft
  • Seite 48: Alleschecker – Alles gelesen, alles gecheckt?
  • Seite 50: Das Beste zum Schluss – Die ganze Welt des kleinen ICE

Ein genereller Genderhinweis stellt klar, dass personenbezogene Bezeichnungen im Heft geschlechtsneutral zu verstehen sind.

Ein Kasten erklärt den Weg zur Kinderwelt im ICE Portal: Am Bord-WLAN „WIFIonICE“ anmelden, „Hier geht’s ins Internet“ anklicken, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen akzeptieren, dann „Weiter“ wählen oder „www.ICEportal.de“ im Browser aufrufen. Die Kinderwelt findet sich unter „Unsere Servicewelten“, Kachel Unterhaltung oder über „Alles auf einen Blick“, erkennbar am kleinen ICE.

Hallo und willkommen in der neuen LeseLOK

Das Redaktionsteam begrüßt die Leserinnen und Leser und stellt die Ausgabe vor. Da die Deutsche Bahn gerade das Schienennetz modernisiert, wurde ein Gleisbauer interviewt (Seite 12) und die Weichenschleifmaschine vorgestellt (Seite 20). Außerdem geht es um Rekordgeschwindigkeiten von Zügen (Seite 36) sowie die gemütlichen Vorzüge des Reisens bei Nacht (Seite 4). Das Team der LeseLOK wünscht viel Spaß beim Lesen und Entdecken.

Nachtzüge: Gute Nacht. Gute Reise. Guten Morgen.

Der Artikel erklärt, warum die meisten Zugfahrten tagsüber stattfinden, Reisen und Schlafen im Nachtzug aber gleichzeitig möglich sind: Zähneputzen, unter die Decke kuscheln, vielleicht noch in der LeseLOK schmökern, Licht aus – und am nächsten Morgen wacht man bereits am Reiseziel auf.

Nachtzüge gibt es seit gut 150 Jahren. In Deutschland wurden es über die Jahrzehnte weniger, weil viele Menschen lieber mit dem Billigflieger reisten und die alten Schlaf- und Liegewagen unkomfortabel sowie teuer im Unterhalt waren. Vor knapp zehn Jahren änderte die Deutsche Bahn ihr Geschäftsmodell und betreibt seitdem Nachtzüge gemeinsam mit Partnern in sogenannten Nachtzug-Allianzen.

Die meisten Nachtzüge gehören der ÖBB, es gibt aber auch Kooperationen mit weiteren Partnern wie der polnischen Bahn. Ab München fahren Nachtzüge nach Warschau, die von deutschen Zugführerinnen und Zugführern gefahren werden. Die europäischen Partner entwickeln gemeinsam neue Fahrpläne und Verbindungen und verbessern den Service, sodass immer mehr moderne „Nightjets“ unterwegs sind.

Dieses Jahr rollen rund 7.000 Nachtzüge kreuz und quer durch Deutschland. Von 40 Städten aus erreicht man nahezu jedes Nachbarland und darüber hinaus sogar Italien, Kroatien und Ungarn.

Ein Tipp-Kasten rät, Nachtzug-Reisen möglichst ein halbes Jahr im Voraus zu buchen, da Plätze schnell ausgebucht sind, und lieber an einem Werktag statt am Wochenende zu fahren, da dies meist günstiger ist. Als besonders schöne Strecke wird die Verbindung von Hamburg nach Innsbruck genannt, die vom norddeutschen Flachland bis in die Alpen führt und mit neuen „Nightjet“-Modellen bedient wird.

Irre Geschichte(n): Rollende Hotels

Der Beitrag erzählt, wie Schlafwagen das Zugreisen schöner machten. Im Jahr 1835 war die erste deutsche Eisenbahnstrecke zwischen Nürnberg und Fürth sechs Kilometer lang und dauerte rund neun Minuten. Mit länger werdenden Strecken reichte ein Sitzplatz irgendwann nicht mehr aus. Die ersten Schlafwagen in Zügen entstanden in Amerika, da dort die Entfernungen besonders groß waren.

Vor über 150 Jahren führte der Belgier Georges Nagelmackers die ersten Schlafwagen in Europa ein, unter anderem bei der Gesellschaft CIWL, dem größten Anbieter von Schlaf- und Speisewagen in Europa. Ursprünglich waren die Schlafwagen einfach gehalten, mit offenen Liegeflächen. Mit der Zeit wurden sie komfortabler und luxuriöser gestaltet, mit privaten Kabinen, Betten, Badezimmern und Speisewagen – besonders während der Blütezeit des Eisenbahnverkehrs im 19. Jahrhundert wurden Schlafwagen zum Symbol für Komfort und Luxus.

Bildbeschreibungen: Ein historisches Foto zeigt den Blick in ein Schlafwagenabteil von vor rund 120 Jahren mit Hochbetten, wie sie auch heute noch üblich sind. Ein weiteres Foto zeigt einen Schlafwagen der CIWL sowie den Seitengang, durch den die Fahrgäste die einzelnen Schlafabteile betraten.

Rätsel: Und jetzt du!

Die Rätselseite stellt fünf Aufgaben rund um das Thema Nachtzüge:

  1. Multiple-Choice-Frage, wie viele Städte die rund 7.000 Nachtzüge dieses Jahr in Deutschland mit ausländischen Reisezielen verbinden: 20, 30 oder 40 Städte.
  2. Ein Fehlersuchbild mit zwei nahezu identischen Zeichnungen der Figur „Nick Nachtzug“, zwischen denen zehn Unterschiede gefunden werden sollen.
  3. Ein Wörterrätsel: Fünf Begriffe – Tablette, Wagen, Mütze, Lied, Anzug – beginnen alle mit demselben Wort, das gesucht wird.
  4. Ein Buchstabenrätsel: Die Buchstaben E G H I J N T T sind alphabetisch sortiert und sollen zu einem sinnvollen Wort umsortiert werden.
  5. Ein Sudoku-ähnliches Bilderrätsel mit fünf verschiedenfarbigen Kopfkissen, die so in einem Raster angeordnet werden sollen, dass in jeder Reihe und Spalte jede Farbe nur einmal vorkommt.

Die Lösungen werden im hinteren Heftteil auf Seite 37 angegeben: 1. C) 40 Städte, 2. das Fehlersuchbild-Lösungsbild, 3. Schlaf-, 4. Nightjet, 5. die gelöste Kissen-Farbmatrix als Grafik.

Interview: Fünf Fragen an Eric Herrmann

Eric Herrmann, 36 Jahre, arbeitet – wie schon sein Vater – als Gleisbauer bei der DB Bahnbau Gruppe und erschafft praktisch täglich neue Schienenwege.

Was genau machst du bei der Bahn? Er erneuert regelmäßig Schienen, Schwellen und Schotter oder baut komplett neue Gleise, etwa zwischen Berlin und Hamburg. Wichtig sind technisches Wissen, Teamarbeit und vor allem Genauigkeit: Die Sollspurweite von 1.435 Millimetern zwischen den Schienen darf nur um wenige Millimeter abweichen. Er arbeitet zudem mit großen Maschinen wie der Schnellumbaumaschine (SUM) oder der Bettungsreinigungsmaschine (BRM) und beschreibt den Beruf als Mischung aus moderner Technik, handwerklichem Können und körperlicher Arbeit.

Warum bist du das geworden? Der Beruf liegt in der Familie, sein Vater ist ebenfalls Gleisbauer. Schon als Kind durfte er ihn auf Baustellen begleiten und merkte bei Praktika und Ferienjobs früh, dass ihm der Beruf liegt.

Was ist das Beste an dem Job? Mit den eigenen Händen etwas Bleibendes zu erschaffen, kein Tag gleicht dem anderen, das starke Teamgefühl und die Tatsache, dass Gleisbau ein Beruf mit Zukunft ist, da ohne funktionierendes Schienennetz keine funktionierende Bahn möglich ist.

Was ist ganz anders, als du es erwartet hättest? Vor der Ausbildung dachte er, Gleisbau sei nur körperlich harte Arbeit. Heute weiß er, wie viel moderne, computergesteuerte Vermessungstechnik und Präzision dahinterstecken.

Was war als Kind dein Traumberuf? Wie viele Jungen wollte er Fußballprofi werden.

Bildbeschreibungen: Fotos zeigen eine 450 Tonnen schwere Schnellumbaumaschine SUM 315, genannt „Büffel“, beim Verlegen neuer Schwellen; Gleisbauer in Schutzkleidung bei Sommerhitze; die Materialförder- und Siloeinheit (MFS), die alten Schotter abtransportiert; sowie Gleisbauer, die nachts an einer Baustelle arbeiten, während beim Schienenschweißen Temperaturen bis zu 2.300 Grad entstehen.

Anzeige: GEOlino

Werbeanzeige für das Magazin GEOlino mit dem Slogan „Hier entdeckt ihr was“ und dem Hinweis „Für jedes Alter das richtige GEOlino entdecken“, mit Altersangaben ab 3, 5 und 9 Jahren. Verwiesen wird auf den Online-Shop unter www.geolino.de/shop sowie auf den Instagram-Auftritt des Magazins.

Comic: Der geheimnisvolle Spukbahnhof

Der mehrseitige Comic erzählt in Bildern die Geschichte, wie der kleine ICE an einem alten, verlassenen Bahnhof ankommt, der düster und gespenstisch wirkt. Nebel, dunkle Farben und schattenhafte Gestalten erzeugen eine gruselig-spannende Stimmung. Die Comicfiguren – darunter der kleine ICE und seine Freunde – erschrecken zunächst vor unheimlichen Geräuschen und Erscheinungen am Bahnhof, finden am Ende aber eine harmlose Erklärung für den vermeintlichen Spuk. Am Seitenende wird auf weitere Comics und Hörspiele unter www.der-kleine-ICE.de hingewiesen.

Bahnsinn: Was macht eine Metallhornisse?

Selbst auf der härtesten Schiene hinterlässt der Zugverkehr Spuren. Um sie zu beseitigen, kommt eine besondere Schleifmaschine zum Einsatz. Rund 230 Züge donnern täglich über die vielbefahrene Strecke zwischen Hamburg und Berlin. Statt die Strecke komplett zu erneuern, reicht oft eine Instandsetzung mit der „Metallhornisse“ – englisch „Metal Hornet“ –, einer der am häufigsten eingesetzten Weichenschleifmaschinen der Deutschen Bahn.

Besonders an Weichen, wo Züge von einem Gleis aufs andere umgelenkt werden, entstehen starke Belastungen für die Schienen, da manch ICE mehr als 600 Tonnen wiegt. Damit sich das Metall nicht dauerhaft verformt, schleift die wahlweise mit Benzin- oder Elektromotor betriebene „Hornisse“ jeden Grat, jede Delle und fast jeden Schienenfehler weg, sodass Züge danach wieder geräuschlos darüberrollen. Alle ein bis zwei Jahre rücken die Weichenschleifer an, gut gepflegte Gleise halten dann 25 Jahre. Zum Abschluss wird bei der sogenannten Wirbelstromprüfung getestet, ob die Schienen den perfekten Schliff haben.

Bildbeschreibungen: Fotos zeigen Arbeiter, die anhand einer Schablone den nötigen Schleifgrad ablesen, während Funken sprühen; eine stark befahrene Bahnstrecke, über die täglich 100.000 Tonnen Last rollen; sowie eine nächtliche Schleifarbeit, bei der die Funken besonders gut sichtbar stieben.

Selber machen: Geniale Geisterlichter

Eine Bastelanleitung zeigt, wie aus einer Lichterkette leuchtende Gespenster entstehen.

Materialliste: 1 Lichterkette mit 10 Glühbirnen, 10 Tischtennisbälle, 1 altes Bettlaken, Bindfaden, 1 spitze Schere, Stift zum Bemalen.

  1. Mit der Scherenspitze wird in jeden Tischtennisball ein Loch gebohrt, groß genug, um die Bälle über die Lichterkettenbirnchen zu stülpen, ohne dass sie abfallen. Achtung: Die Birnchen dürfen die Innenwand der Bälle nicht berühren, sonst besteht Brandgefahr.
  2. Aus dem Bettlaken werden zehn quadratische Stoffstücke mit rund 30 Zentimeter Seitenlänge geschnitten. Je ein Stück wird über einen „Kopf“-Ball gelegt und am „Hals“ mit Bindfaden umwickelt.
  3. Zum Schluss werden den Gespenstern Gesichter aufgemalt. Danach wird die fertige Lichterkette aufgehängt und eingesteckt.

Bildbeschreibungen zeigen die einzelnen Bastelschritte: das Bohren der Löcher, das Umwickeln der Stoffköpfe mit Bindfaden und das fertige Bemalen der Gespenstergesichter.

Rezepte: Spuk-Gespenster und Wurstfinger

Spuk-Gespenster

Zutaten: 5 Bananen, ½ Packung dunkle Kuvertüre, ½ Packung helle Kuvertüre, 1 Stück Styropor, 10 Holzspieße.

  1. Die Bananen werden eine Stunde gekühlt, geschält, quer halbiert und auf Holzspieße gesteckt.
  2. Die dunkle Kuvertüre wird im Wasserbad erhitzt, fünf Bananengeister werden hineingetaucht oder damit bestrichen und zum Trocknen in das Styroporstück gesteckt.
  3. Mit der hellen Kuvertüre wird ebenso mit den restlichen Bananengeistern verfahren. Nach dem Trocknen werden mit einem Holzspieß Gesichter „geschminkt“: Die weißen Geister erhalten Augen und Mund aus dunkler Schokolade, die dunklen werden mit heller Kuvertüre bemalt.

Ein Tipp weist darauf hin, die Geister möglichst schnell zu servieren, damit sie nicht schmelzen.

Wurstfinger

Zutaten: Würstchen, Mandelsplitter, Ketchup.

  1. An einem Wurstende wird vorsichtig etwas Wurstpelle abgeschnitten und das Würstchen dort von oben eingeschlitzt. In den Schlitz wird ein großer Mandelsplitter als „Nagel“ gesteckt.
  2. Ein paar Gelenkfalten werden in die restliche Wurst geritzt, ebenso bei den anderen Wurstfingern. Serviert werden sie mit Ketchup.

Ein Hinweis verweist auf eine Bastelanleitung für Monsterecken-Lesezeichen unter www.der-kleine-ICE.de/lesezeichen-anleitung-monsterecken.

Echt witzig: Günnis Kracher und Lacher

Die Witzeseite versammelt mehrere kurze Scherzfragen und Witze, unter anderem über ein Häschen, das drei Tage hintereinander in einer Bäckerei nach Gemüsekuchen fragt, über eine Trommel als missglücktes Geburtstagsgeschenk, über eine Reisende, die einen Zug verpasst hat, sowie mehrere Scherzfragen zu Themen wie dem Schiefen Turm von Pisa und Schokolade im Adventskalender. Der Kasten verweist zudem auf weitere unterhaltsame Inhalte unter www.der-kleine-ICE.de.

Anzeige: Gewinnspiel zum kleinen Drachen Kokosnuss

Werbeanzeige für ein Gewinnspiel des kleinen ICE gemeinsam mit dem kleinen Drachen Kokosnuss: Verlost werden fünf Hörbuch-Pakete für Kinder ab 4 Jahren. Auf der Dracheninsel laufen die Weihnachtsvorbereitungen, und Kokosnuss, Oskar und Matilda suchen ein besonderes Geschenk für ihren Freund Knödel, wie im Hörbuch „Fröhliche Weihnachtszeit“ mit der Stimme von Philipp Schepmann zu hören ist. Teilnahmeschluss ist der 30.11.2025, Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Einverständnis der Eltern, der Rechtsweg ist ausgeschlossen und es gelten die Geschäftsbedingungen der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH. Weitere Informationen unter penguin.de/cbj-leselok.

Kirstens Medientipps: Gute Unterhaltung nicht nur für lange Fahrten

Die Medientipps drehen sich um abenteuerliche Bahnreisen in Buch- und Videoform.

Geheimnisvolle Zugfahrt: Henry unternimmt mit seinem Onkel Nat eine Afrika-Reise mit dem Zug „Safari Star“ und erlebt vor dem Zugfenster Löwen und Giraffen, während im Zug rätselhafte Dinge geschehen. Buchangabe: Maya G. Leonard und Sam Sedgman (Text), Elisa Paganelli (Illustration), „Abenteuer-Express (Band 3) – Entdeckung im Safari Star“, Karibu, 14,99 Euro, ab 10 Jahren.

Bahnhofs-Check mit Tobi: Der Leipziger Hauptbahnhof zählt zu den größten und schönsten Bahnhöfen Europas. Checker Tobi geht der Frage nach, wie Bahnhöfe entstanden sind, was dort alles los ist, wie man sich am Bahngleis verhält und wie Proviant an Bord eines ICE kommt. Der Bahnhofs-Check ist kostenlos in der ARD-Mediathek abrufbar, ab 6 Jahren.

Anzeige: Historischer Schienenverkehr

Werbeanzeige für ein illustriertes Sachbuch, das die Geschichte der Eisenbahn von den ersten Dampfloks bis zu modernsten Hochgeschwindigkeitszügen zeigt, mit Eisenbahnfahrzeugen, Eisenbahnbrücken, Bahnhöfen und weltberühmten Zügen. Buchangabe: Alastair Steele (Text), Ryo Takemase (Illustration), „Auf Schienen durch die Zeit: Die Geschichte der Eisenbahn“, Knesebeck, 22 Euro, ab 8 Jahren.

Berühmte Züge: Dampfend zum Hexengipfel – unterwegs mit der Brockenbahn

Die Schmalspurbahn klettert auf den höchsten Berg Norddeutschlands und bietet Ausblicke auf die gespenstisch-schöne Landschaft im Harz. Schon vor mehr als 125 Jahren konnten die ersten Reisenden den Brocken bequem mit der Bahn erreichen. Noch heute ziehen kräftige Dampflokomotiven die Züge der Brockenbahn die Hänge hinauf. Endstation ist der Brockenbahnhof, Deutschlands höchstgelegener Bahnhof, von dem aus nur wenige Meter bis zum Gipfel bleiben.

Bei gutem Wetter lässt sich aus dem Zugfenster die Harzer Landschaft bestaunen, manchmal taucht sogar das „Brockengespenst“ auf – wabernde, aber harmlose Schatten, die bei Sonnenlicht in Nebelfeldern entstehen. Einer alten Sage nach treffen sich am 30. April jedes Jahr die Hexen zum Tanz auf dem Brocken, weshalb im Harz an diesem Tag mit Verkleidungen, Festen und Lagerfeuern gefeiert wird.

Ein Info-Kasten „Gut zu(g) wissen“ listet:

  1. Die Fahrt zum Gipfel dauert vom Bahnhof Drei Annen Hohne rund 50 Minuten.
  2. Dabei legt der Zug eine Strecke von 19 Kilometern zurück.
  3. Endstation ist der Brockenbahnhof auf 1.125 Metern, Deutschlands höchstgelegener Bahnhof.
  4. Die Schienen der Schmalspurbahn liegen nur 1 Meter auseinander, die normale Spurweite beträgt 1,435 Meter.
  5. Bei sehr trockenem Wetter werden die Züge statt mit Dampfkraft von Dieselloks gezogen, um Waldbrände zu vermeiden.

Ein Hinweis verweist auf ein Quiz zu berühmten Zügen unter www.der-kleine-ICE.de/spiele/zug-quiz.

Irre Geschichte(n): Königszug in neuem Glanz

Rund 70 Jahre nach seiner letzten Restaurierung zeigte der Zug von König Ludwig II. Alterserscheinungen, ein Team von Fachleuten hat ihn wieder hergerichtet. König Ludwig II. von Bayern, der berühmte Märchenkönig, ließ sich vor über 150 Jahren mehrere besondere Eisenbahnwagen bauen, damit er standesgemäß prunkvoll reisen konnte. Zwei davon sind erhalten und stehen im DB Museum in Nürnberg.

Da die Wagen inzwischen sehr alt sind, kamen im vergangenen Jahr Restauratorinnen und Restauratoren, um das „rollende Schloss“ aufzufrischen und für die nächsten Jahrzehnte zu erhalten. Die goldenen Verzierungen wurden vorsichtig mit Schaum gereinigt, der später abgesaugt und mit feinen Pinseln und Alkohol abgewischt wurde – ein Vorgang, der Konservieren genannt wird.

Eine besondere Herausforderung war Ludwigs Toilettensitzkissen: Insekten hatten daran genagt, und durch Lichteinstrahlung war es stark verblichen, sodass es restauriert werden musste. Die originale Farbe zu treffen war schwierig, da sie sich je nach Lichteinfall verändert. Neben Fachleuten für Gold und Stoff waren auch Spezialistinnen und Spezialisten für Holz und Gemälde gefragt, von denen einige zunächst ein Handwerk erlernten und danach studierten, um sich auf ein bestimmtes Material zu spezialisieren. Auch die Möbelbezüge der königlichen Sessel wurden restauriert, indem schadhafte Stellen mit glänzender Seide unterlegt wurden.

Ein Info-Kasten „Gut zu(g) wissen“ erklärt:

  1. Obwohl König Ludwig II. einen so tollen Zug hatte, nutzte er ihn nur selten und reiste lieber unerkannt in einem weniger auffälligen Zug.
  2. Die goldenen Elemente an den Wagen bestehen nicht aus purem Gold, sondern aus Blattgold – echtem Gold, das dünner als Papier ist und auf Metall oder Holz aufgetragen wird. Diese Technik nennt man Vergolden.
  3. Das Expertenteam unterscheidet zwischen Restaurieren, bei dem schadhafte Stellen durch neue Materialien ergänzt werden, und Konservieren, bei dem Maßnahmen ergriffen werden, damit es gar nicht erst zu Schäden kommt.

Bildbeschreibungen: Fotos zeigen den golden verzierten Salon- und Terrassenwagen, der wie ein kleines Schloss auf Rädern wirkt; die Reinigung der Goldverzierungen; das mit größter Sorgfalt neu angenähte Toilettenkissen; sowie die mit glänzender Seide reparierten Sesselbezüge. Ein Hinweis verweist auf weitere Informationen unter www.dbmuseum.de.

Zahlen, bitte! Wie schnell wurden Züge im Lauf der Zeit?

Der Beitrag beschreibt die Entwicklung der Zug-Höchstgeschwindigkeiten als Zeitleiste. Vor rund 200 Jahren galt Tempo 50 als rasant. 1829 gewann in England bei einem Wettrennen neuartiger „Lokomotiven“ das Modell „Rocket“ mit 48 km/h. 1931 erreichte der propeller- und dieselgetriebene „Schienenzeppelin“ zwischen Hamburg und Berlin Tempo 230. Die schnellste Dampflokomotive aller Zeiten kam 1938 auf knapp über 200 km/h.

1988 erzielte ein ICE bei einer Rekordfahrt 406,9 km/h. Der TGV, der französische „Bruder“ des ICE, schaffte 1990 515,3 km/h. 2015 beschleunigte in Japan ein Shinkansen-Zug auf mehr als Tempo 600 – allerdings nur auf Magnetschienen statt normalen Gleisen.

Bildbeschreibung: Eine grafische Zeitleiste zeigt die genannten Geschwindigkeitsrekorde chronologisch von 1829 bis 2015 mit den jeweiligen Kilometerangaben pro Stunde.

Am Fuß der Seite befinden sich die Rätselauflösungen von Seite 10–11 sowie das Impressum: Herausgeber ist die DB Fernverkehr AG, Europa-Allee 78–84, 60486 Frankfurt am Main. Gesamtverantwortung: Cornelia Gaumann und Kirsten Arthen. Redaktion und Texte: KB&B – Family Marketing Experts, Hamburg. Weitere Textbeiträge stammen von Anke Peterson, Benjamin Stieglmaier (DB Museum), Ravensburger Buchverlag sowie Gruner + Jahr Deutschland GmbH. Druck: ppm Fulda GmbH & Co. KG.

Leseprobe: Guinness World Records 2026

Werbliche Leseprobe für den Rekord-Bestseller GUINNESS WORLD RECORDS 2026, der neue und vergangene Rekorde vorstellt. Buchangabe: Ravensburger Verlag GmbH, 22 Euro, ab 8 Jahren.

Vorgestellte Rekorde:

  • Meiste Toes-to-Bar am Reck in 30 Sekunden (Frauen): Die 8-jährige Kynlee Heiman (USA) schwang sich am 25. Februar 2025 in Blue Springs, Missouri, 18-mal um die Reckstange.
  • Schnellste 10 Meter einer Katze auf dem Skateboard: Der Kurzhaarkater Bao Zi skatete am 4. April 2024 in Wenzhou (China) 10 Meter in 12,85 Sekunden.
  • Interview mit BMX-Rekordhalter Chris Böhm: Der deutsche BMX-Freestyler hält mit „Flatland“-Tricks auf flachem Boden ohne Rampe einen Eintrag im GWR-Buch. Er berichtet von zwei Rekorden im Vorjahr – den meisten Steamroller Spins in einer Minute und den meisten Nosemanual Spins in 30 Sekunden – sowie von Rückschlägen auf dem Weg dorthin und gibt Tipps: Mut, Fleiß und vor allem Spaß an der Sache seien entscheidend.
  • Riesenpanda-Drillinge: Meng Meng, Shuai Shuai und Ku Ku, die ersten überlebenden Riesenpanda-Drillinge, feierten am 29. Juli 2024 im Chimelong Safari Park in Guangzhou (China) ihren 10. Geburtstag mit einem Kuchen aus Bambussprossen, Möhren, Obst und Honigwasser.
  • Schnellster motorisierter Clog: Klaas van Kruistum (Niederlande) erreichte am 4. April 2024 auf dem Flughafen Breda in einem motorisierten Holzschuh 112,74 km/h.
  • Meiste 360°-Drehungen auf Stelzen-Schlittschuhen in 30 Sekunden: Alisa Pilishenko (Ukraine) schaffte am 27. Januar 2025 in Kiew 34 Umdrehungen.
  • Meiste Action-Steine auf einer GraviTrax-Strecke: 20 Tüftler bauten am 14. September 2024 in Stuttgart in über 8 Stunden einen Kugelbahn-Parcours mit 342 Action-Steinen wie Loopings, Katapulten und Aufzügen.
  • Längste Fahrt im Kürbisboot: Gary Kristensen (USA) paddelte am 12. Oktober 2024 auf dem Columbia River 73,50 Kilometer in einem selbst gebauten Kürbisboot.

Bildbeschreibungen zeigen Fotos der jeweiligen Rekordhalterinnen und Rekordhalter bei ihrer Leistung.

Selber machen: Wo Seife an Bäumen wächst

Im Herbst werfen Kastanien ihre reifen Früchte ab. Die Rosskastanie ist mit Esskastanien (Maronen) nicht verwandt, sondern gehört zur Familie der Seifenbaumgewächse. Ihre Samen enthalten Stoffe, die in der Kosmetikindustrie zur Seifenherstellung verwendet werden – das lässt sich auch selbst ausprobieren.

Materialliste: mindestens zehn frische Kastanien, ein altes Baumwolltuch, ein Stein, der gut in eine Hand passt, zwei große verschließbare Gläser, etwas Wasser.

  1. Die Kastanien werden aus der stachligen Hülle befreit und geschält, sodass auch die braune Schale abgelöst wird.
  2. Das Baumwolltuch wird ausgebreitet, die geschälten Kastanien werden darauf gelegt und das Tuch wird zu einem Beutel zusammengeknotet.
  3. Der Beutel wird auf einen festen Untergrund gelegt und mit dem Stein so lange geschlagen, bis die Kastanien zu Brei zerkleinert sind.
  4. Der Brei kommt in eines der Gläser, wird mit Wasser aufgefüllt, verschlossen und über Nacht ruhen gelassen, damit sich die seifenartigen Bestandteile lösen.
  5. Beginnt das Gemisch weißlich zu schäumen, wird es durch das Tuch in das zweite Glas gegossen – fertig ist die Seifenlauge, die ans Waschbecken gestellt werden kann. Das Naturprodukt hält allerdings nur wenige Tage und sollte rasch aufgebraucht werden.

Ein Hinweis verweist per QR-Code auf weitere Herbstideen unter www.der-kleine-ICE.de/kreativ-werkstatt.

Für Weltretter: Ins Rollen gebracht

Die achtjährige Charlotte aus Schleswig-Holstein malt gern und sammelte mit einer Gemälde-Versteigerung Spenden für den Wünschewagen, der sterbenskranken Menschen ihren letzten Wunsch erfüllt. In Deutschland sind insgesamt 23 Wünschewagen des ASB unterwegs, von der Nordseeküste bis zu den Alpen.

Charlotte erzählt: Sie wollte ihre eigenen Bilder einmal ausstellen und sah zur gleichen Zeit im Fernsehen eine Dokumentation über den Wünschewagen des ASB, der todkranken Menschen letzte Wünsche wie einen Ausflug ans Meer oder zu einem Konzert erfüllt. Berührt von dem Film beschloss sie, Spenden zu sammeln, organisierte mit ihrer Mutter eine Sammelerlaubnis und eine Spendendose und sammelte von Tür zu Tür in ihrem Dorf Tetenhusen. Aus der Idee entstand eine Versteigerung im Gemeinderaum des Dorfes, wofür sie beim Bürgermeister anfragte.

Mit Buntstiften, Filzern und Acrylfarbe hatte Charlotte 40 Bilder gemalt. Bei der Auktion versteigerte sie mit einem Mikrofon und Holzhammer alle Bilder für insgesamt mehr als 600 Euro, dazu kamen 200 Euro aus den Spendendosen. Das Geld übergab sie einer Mitarbeiterin des ASB in Elmshorn, wo sie auch einen der Wünschewagen besichtigen konnte, der eine Transportliege, einen Rollstuhl, einen Kühlschrank und ein Süßigkeitenfach enthält. Ein Kamerateam begleitete die Übergabe, und durch einen Radiobericht kamen über ein eingerichtetes Spendenkonto weitere mehr als 8.000 Euro zusammen.

Ein Erklärkasten „Stichwort: Letzter Wunsch“ beschreibt, dass viele Sterbenskranke für einen Ausflug auf Projekte wie den Wünschewagen angewiesen sind, weil sie liegend transportiert werden müssen oder medizinische Betreuung brauchen. Neben dem ASB-Wünschewagen fahren auch der Herzenswunsch-Krankenwagen des Malteser Hilfsdienstes und die Wunsch-Ambulanz der Johanniter durch Deutschland, für Kinder und Jugendliche gibt es zudem den Verein Herzenswünsche. Die Projekte werden überwiegend durch ehrenamtliche, unbezahlte Freiwillige umgesetzt, für Benzin, Eintrittsgelder und Verpflegung sind Spenden nötig.

Bildbeschreibungen: Fotos zeigen Charlottes aufgereihte Bilder mit Startpreisen auf einer Bank, ihren Vater mit einem beigesteuerten Gemälde, ihre Schwester und eine Freundin, die ein Bild für die Auktion hochhalten, sowie die Spendenübergabe in Elmshorn zwischen Charlotte und der ASB-Mitarbeiterin Susanne Bornholdt.

Alleschecker: Alles gelesen, alles gecheckt?

Ein Quiz mit zehn Multiple-Choice-Fragen zu den Heftinhalten:

  1. Wie viele Nachtzüge rollen allein in diesem Jahr durch Deutschland? a) 700 b) 7.000 c) 70.000
  2. Seit etwa 150 Jahren gibt es Nachtzüge in Europa. Wer ließ die ersten davon fahren? a) Der Belgier Georges Nagelsmackers b) Der Deutsche Georg Nietenschweißer c) Der Engländer George Screwdriver
  3. Was wollte Eric Herrmann als Kind werden? a) Astronaut b) Polizist c) Fußballprofi
  4. Auf welchem Gleis fährt der Zug nach Nirgendwo ein? a) 13 b) 14 c) 15
  5. Was ist eine „Metallhornisse“? a) Eine Drohne zur Gleisüberwachung b) Die erste Lokomotive, die schneller als 300 km/h fuhr c) Eine Weichenschleifmaschine
  6. Wie viel Geld hat Charlotte mit der Versteigerung ihrer Bilder eingenommen? a) 500 Euro b) 600 Euro c) 700 Euro
  7. Welchen Zug musst du nehmen, um auf den höchsten Berg Norddeutschlands zu gelangen? a) Blockbahn b) Klumpenbahn c) Brockenbahn
  8. Worunter hat das Toilettenkissen des Königs besonders gelitten? a) Unsachgemäße Benutzung b) Insekten und Sonnenlicht c) Schlechte Luft
  9. Wie schnell fuhr der schnellste ICE? a) 406,9 km/h b) 609,4 km/h c) 904,6 km/h
  10. Zu welcher Pflanzenfamilie gehören Rosskastanien? a) Doldenblütler b) Kastanienartige c) Seifenbaumgewächse

Die Auflösung lautet: 1b, 2a, 3c, 4a, 5c, 6b, 7c, 8b, 9a, 10c, jeweils mit Seitenverweisen auf die entsprechenden Artikel im Heft.

Das Beste zum Schluss: Tolle Extras für junge Reisende

Der Abschlussbeitrag begrüßt junge Reisende an Bord und weist auf besondere Angebote der Deutschen Bahn für Kinder und Familien hin, etwa eine Überraschung im Bordbistro. Neben den Magazinen LeseLOK und miniLOK gibt es im Bistro ein Kartenspiel oder lustige Spielfiguren – vom kleinen ICE über Günni Güterzug bis Opa Adler – im Tausch gegen die Kinderfahrkarte.

Wer nach dem Lesen Lust auf Videos, Spiele oder Hörbücher hat, findet weitere Inhalte im Bereich Kinderwelt im ICE Portal oder auf der Website www.der-kleine-ICE.de für junge Bahnfans. Zur Rückmeldung zur Zugfahrt wird das Scannen des QR-Codes auf der Sitzrückseite oder die Nutzung der App DB Navigator empfohlen.

Anzeige: Ninja Warrior Kids Academy

Werbeanzeige für die Fernsehsendung „Ninja Warrior Kids Academy“ mit dem Slogan „Abhängen am Sonntag?“, die jeden Sonntag um 19:45 Uhr im TV und jederzeit in der zugehörigen App verfügbar ist.

Anzeige: Der kleine ICE FLITZER

Werbeanzeige für das Kinderfahrzeug „Der kleine ICE FLITZER“ mit dem Slogan „Auf die Plätze, fertig, los! Für die kleinsten Flitzer der Familie“, inklusive der Spielfigur des kleinen ICE. Beworben werden Bewegungsspaß für Kinder ab 2 Jahren, drinnen wie draußen, sowie folgende Merkmale: kippsicher, leicht zu lenken, Platz für zwei Kinder, 360°-Lenkrollen, einfache und intuitive Lenkung, superleise In- und Outdoor-Rollen, ein Gepäck- und Geheimfach sowie eine Anhängerkupplung. Erhältlich unter www.der-kleine-ICE.de/shop.