Ausgabe 2 | 2021
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LeseLOK Ausgabe 2/2021: 30 Jahre ICE!
Titelbild: Auf orangefarbenem Grund ist eine bunte Collage aus Fotos und Illustrationen arrangiert, umrahmt von Luftballons und einer Partymütze. Zu sehen sind unter anderem ein historisches Zugmodell, ein moderner ICE, die Hamburger Elbphilharmonie, ein Bügeleisen neben einer Dampflok sowie die comichafte Spielfigur Günni Güterzug mit einem Geschenk. Der Schriftzug „30 Jahre ICE!“ kündigt das Jubiläumsthema an, das Logo der Stiftung Lesen bestätigt die pädagogische Empfehlung.
Inhaltsverzeichnis
Diese Ausgabe gliedert sich in die Rubriken „Entdecken & Staunen“ (Happy Birthday ICE, Design bei der Eisenbahn, Von der Idee zum ICE, Ein Blick ins Werk der Regionalbahn, Rasante Rekorde, Willkommen Simsala SUM, Meilensteine des InterCity), das eingeheftete „Reise-Spezial“ (Abfahrt ins Abenteuer, Schiffe Piraten und noch viel mehr, Eine Tour durch Deutschland, Die interessantesten Bahnhöfe Deutschlands, Entdecke Europa, Reisen damals & heute) sowie „Lesen & Spielen“ (Comic „Das große Jubiläum“, Kracher + Lacher von Günni, Spiel mit uns, Wo findest du mich?, Welche Tiere sind am schnellsten, Das große ICE-Jubiläumsgewinnspiel). Ein Hinweis erklärt, dass alle personenbezogenen Bezeichnungen im Heft geschlechtsneutral zu verstehen sind.
Party Party! (Editorial)
Das Redaktionsteam begrüßt die Leserschaft zum großen Geburtstag: Der ICE wird 30 Jahre alt, genauso alt wie Produktmanagerin Mirjam, die im Heft Einblick in ihre Arbeit gibt. Designer Bruno zeigt, wie sich das Aussehen des ICE über die Jahre verändert hat, Opa Adler hat alte Fotoalben herausgekramt, und Robbi Regio stellt sein neues Kinderabteil vor. Passend zu den Ferien haben der kleine ICE und Robbi Regio ihre liebsten Reisetipps in einem heraustrennbaren Heft in der Heftmitte zusammengetragen. Angekündigt werden außerdem Extras zum Jubiläum: ein Poster „30 Jahre ICE“ mit der Geschichte des Zuges, ein Geburtstagskalender zum Aufhängen sowie ein Jubiläumsgewinnspiel mit der Chance auf einen Familien-Erlebnisurlaub (Seite 74).
Service: Zugang zur Kinderwelt im ICE Portal
Eine Anleitung erklärt in vier Schritten, wie man sich unterwegs im ICE über das WLAN-Netz „WIFI on ICE“ mit der „Kinderwelt“ verbindet, um dort Comics, Videos und Spiele zu nutzen; von zu Hause aus ist die Kinderwelt über www.ICEportal.de erreichbar.
Happy Birthday, ICE
Im Juni 2021 feiert der ICE seinen 30. Geburtstag: 1991 ging der erste ICE auf die Reise. Der Beitrag vergleicht „damals und heute“, etwa die Bordrestaurant-Farben (früher Rosa, heute Weinrot und Holztöne) und die WC-Bereiche (früher bunt mit Rosa und Hellblau, heute hell und modern). Vorgestellt wird Produktmanagerin Mirjam Dittmer, die erklärt, wie neue ICE-Modelle gestaltet werden: Design bedeutet Gestaltung von Form, Farbe und Funktion der Abteile, Gänge, Toiletten und Restaurants, wobei nachhaltige Materialien im Vordergrund stehen. Ein eigener Kasten kündigt eine Design-Ausstellung des DB Museums Nürnberg ab Oktober 2021 an.
Von der Idee zum ICE – Der Flitzer mit dem roten Streifen
In sechs Schritten wird erklärt, wie ein neuer ICE entsteht: 1. ein guter Plan (Bedarfsermittlung: Fahrgastzahlen und Geschwindigkeit), 2. ein sehr genauer Plan (das „Lastenheft“ als Einkaufszettel für alle Anforderungen), 3. Einbeziehung von Wünschen und Ideen der Reisenden über Fragebögen, 4. ein großes Team aus Spezialist:innen für Innenräume, Bremsen, Türen und Bordservice, 5. Geduld und Ausdauer – rund sieben Jahre für ein komplett neues Modell, etwa die Hälfte für eine Weiterentwicklung, und 6. die Vorfreude auf den Serienstart, konkret den ICE 3 neo, der Ende 2022 mit 320 km/h, acht Fahrradstellplätzen und neuen Familienbereichen an den Start geht.
Im anschließenden Interview erzählt Mirjam Dittmer, die seit viereinhalb Jahren als Produktmanagerin bei der Bahn arbeitet, dass es keine feste Ausbildung für ihren Beruf gibt, sondern Fähigkeiten wie Teamarbeit und der Blick aus Fahrgastsicht zählen. Am meisten Freude bereitet ihr die gemeinsame Lösungsfindung im Team; für Kinder gibt es in allen ICE-Baureihen bunt gestaltete Kleinkindabteile und Familienbereiche mit Wandspielen.
Eine kurze Kinderfrage-Rubrik ergänzt: Ideen für den ICE können per E-Mail eingesendet werden; der Lieblings-ICE der Redaktion ist der ICE 1 auf der Strecke Frankfurt–Hamburg.
Design bei der Eisenbahn … Von dampfenden Bügeleisen, langen Nasen und plüschigen Sesseln
Der Artikel blickt auf die Design-Geschichte der Eisenbahn zurück: Für den ursprünglichen ICE gab es einst den Entwurf einer sehr langen, spitzen Zugnase. Vor 100 Jahren boten Züge wie der Luxuszug „Rheingold“ plüschige Sessel, Holzwände, Gardinen und weiße Tischdecken – ähnlich der ersten Klasse der „Titanic“; benannt wurde er nach dem sagenhaften Goldschatz im Rhein, an dem die Strecke entlangführte. Eine Doppelseite zeigt die verblüffende Formähnlichkeit zwischen einem historischen Dampfbügeleisen und einer stromlinienförmigen Dampflokomotive, beide vom US-Designer Henry Dreyfuss gestaltet – Ausdruck der einst modischen „Stromlinienform“, die den Luftwiderstand verringerte. Der „Fliegende Hamburger“ wird als Zug vorgestellt, der gemütliche Innenräume mit windschnittiger Form und hoher Geschwindigkeit verband; er ist im DB Museum Nürnberg zu besichtigen.
Der Flitzer mit dem roten Streifen – Oli fragt nach
Seit seiner Einführung am 2. Juni 1991 gilt der ICE mit bis zu 280 km/h als super-modern; die jüngste Generation ist der umweltfreundlichere ICE 4, demnächst ergänzt durch den ICE 3 neo. Die Spielfigur Oli interviewt Markendesigner Bruno Scheffler, der erklärt, wie er gemeinsam mit den Designer:innen des Herstellers das Aussehen der Züge mitgestaltet – vom Computerentwurf über Sitzmuster-Stoffauswahl bis zum fertigen Zug. Ein ICE soll eine bequeme Verbindung zwischen Städten schaffen und Komfort für Schlafen, Lesen, Arbeiten oder Spielen bieten. Bruno erläutert den Wandel: Früher gab es Faxgeräte an Bord, heute Steckdosen zum Laden; erkennbar bleibt der ICE stets an seinem roten Streifen und seinem „Gesicht“ aus Frontscheibe und Lichtern.
Eine Vergleichsgrafik erklärt die „Gesichter“ der vier ICE-Generationen: Der ICE 1 hat eine eckige Frontscheibe mit rotem Streifen, der vom DB-Logo unterbrochen wird; der ICE 2 ähnelt ihm, hat aber eine teilbare Frontklappe zum Zusammenkuppeln; der ICE 3 besitzt ein rundes, schmaleres Gesicht ohne separate Lok sowie ovale Türfenster; der ICE 4 hat ein eckigeres Gesicht mit hochgezogenen „Wimpern“-Fenstern. Ein Rätsel fordert dazu auf, vier Fotos den passenden ICE-Typen zuzuordnen (Lösung im Heft: 4, 1, 2, 3 von links nach rechts).
ICE im anderen Gewand
Vorgestellt werden besondere ICE-Lackierungen: ein ICE mit grünem Streifen als Zeichen für 100 % Ökostrom im Fernverkehr; der „Europa-ICE“ mit blauem Streifen passend zu den Farben der Europäischen Union, da er in fünf Nachbarländer fährt; ein mit den 25 Gewinnerbildern eines Malwettbewerbs beklebter ICE; sowie ein ICE mit aufgemalter Corona-Schutzmaske in DB-Rot als Hinweis auf die Maskenpflicht im Zug.
Wusstest du schon, dass …?
- alle ICE mit 100 % Ökostrom unterwegs sind?
- der Vorfahre des ICE, der InterCityExperimental, mit 406,9 km/h einen Weltrekord aufstellte?
- der ICE 4 je nach Ausführung sieben, zwölf oder 13 Wagen haben kann?
- die Deutschen Bahn mehr als 320 ICE-Züge betreibt, mit rund 420 bis Ende 2026?
- die Lieblingsspeisen an Bord heute Currywurst, Chili con Carne und das Schinken-Käse-Baguette sind?
- der reguläre ICE-Verkehr am 2. Juni vor 30 Jahren zwischen Hamburg und München startete?
- der ICE 4 insgesamt leichter und aerodynamischer als der ICE 1 ist und pro Sitzplatz 22 Prozent weniger Energie verbraucht?
- in den längsten ICE 4 acht Fahrräder und 918 Reisende passen?
Ergänzend berichtet Lokführerin Tina, dass es bei der Deutschen Bahn über 500 verschiedene Berufe gibt.
Comic: Das große Jubiläum
Der kleine ICE soll eine Überraschungsparty erleben, doch Robbi Regio und die Freunde bemerken plötzlich, dass keiner von ihnen genau weiß, wie alt der kleine ICE eigentlich wird. In einer launigen Debatte streiten Opa Adler, Günni Güterzug, Nick Nachtzug, Ida IC und Benni IC Bus scherzhaft darüber, wer von ihnen am ältesten ist – mit Anspielungen auf Gruselfilme, gemeinsame „Kindergarten“-Erinnerungen und eine angebliche Weltausstellung in Paris mit einer schwärmerischen alten Dampflok-Dame. Als Robbi im Internet nachliest, dass der ICE 2021 sein 30-jähriges Jubiläum feiert, mahnt der kleine ICE, dass man nicht alles im Internet glauben solle. Ein neues Problem taucht auf: Die Geburtstagskerzen sind abgebrannt, und der kleine ICE könnte jeden Moment auftauchen. Doch die Freunde haben an alles gedacht – die Party gelingt auch ganz ohne Kerzen, denn wie der kleine ICE selbst sagt: „Man ist so alt, wie man sich fühlt!“
Ein Blick ins Werk der Regionalbahn – Auf Tour mit Robbi Regio
Robbi Regio besucht Olaf Möller, Projektleiter für den Umbau elektrischer Triebwagen im Netz Elbe-Spree bei der DB Regio, der erklärt, dass Fahrzeuge etwa alle zehn bis zwölf Jahre im Innenraum modernisiert werden. Im Interview beschreibt Olaf den Ablauf: Nach Vertragsunterschrift folgen Konstruktion, Softwareentwicklung und Prototypenumbau, bis zum Beginn des Serienumbaus vergehen rund zwölf Monate; der Umbau von 40 Triebwagen dauert danach etwa zwei weitere Jahre, wobei bis zu zwei Fahrzeuge pro Monat fertiggestellt werden. Benötigt werden unter anderem neue Bildschirme, Sitze, Sensoren und WLAN-Technik, geliefert von verschiedenen Zulieferern. Am Umbau sind Ingenieur:innen, Fertigungs- und Qualitätsexpert:innen sowie Techniker:innen für die Inbetriebnahme beteiligt. Besonders herausfordernd ist laut Olaf die Beschaffung passender Einzelteile und das Testen der Prototypen; am meisten Freude bereitet ihm die erste Testfahrt mit den fertigen Fahrzeugen. Getauft werden manche Züge nach Städtenamen. Ein Infokasten erläutert Fachbegriffe wie Triebwagen, Elektro-, Verbrennungs- und batterieelektrische Triebwagen sowie Wagen und Loks. Bebildert wird der Beitrag mit Fotos vom leeren, grauen Rohbau-Innenraum sowie vom fertig ausgestatteten, gemütlichen Innenraum nach dem Umbau, inklusive neuer Sitze und reservierter Familienbereiche.
Anzeige: Ein Testabo der Elternzeitschrift ELTERN FAMILY wird beworben (3 Ausgaben 33 % günstiger zzgl. Wunschprämie wie einem Sachbuch, Amazon-Gutschein oder Spielset).
Das Reise-Spezial vom kleinen ICE (herausnehmbares Heft-im-Heft)
Ab der Heftmitte ist ein eigenständiges, zum Heraustrennen gedachtes Reisemagazin eingebunden mit persönlichen Ausflugstipps des kleinen ICE und Robbi Regios für die Ferien.
Abfahrt ins Abenteuer: Europa-Park Rust
Vorgestellt wird der Europa-Park in Rust im Schwarzwald bei Freiburg, erreichbar mit dem EuroCity-Express bis zur Haltestelle Ringsheim/Europa-Park. Zu den Attraktionen zählen die Achterbahn Pegasus mit 15 Meter Sturzflug, eine Dunkel-Achterbahn durch das nächtliche Paris, Kaffeetassen-Karussell in der Holland-Themenwelt, ein englisches Taxi-Fahrgeschäft, die Dschungel-Floßfahrt im Abenteuerland, ein verstecktes Einhorn in Grimms Märchenwald sowie die Indoor-Halle Casa da Aventura für Regentage. Ein Infokasten nennt das Europa-Park-Kombiticket mit An- und Abreise im Nahverkehr.
Schiffe, Piraten und noch viel mehr: Eine Tour durch Hamburg
Die Hamburg-Tour führt zur Elbphilharmonie („Elphi“) mit Aussichtsplattform „Plaza“ und Blick über den Hafen sowie in die Speicherstadt mit dem Miniatur Wunderland, der größten Modelleisenbahnanlage der Welt mit 1.040 Zügen. Tipps nennen das Piratenspielschiff im Grasbrookpark und den HafenCity RiverBus. Ein begleitendes Gewinnspiel zum 20. Geburtstag des Miniatur Wunderlands verlost fünf Exemplare des Buchs „Das Vermächtnis des Wunderlands“; gefragt wird nach dem Stadtteil, in dem sich das Miniatur Wunderland befindet (Auswahl zwischen Hafenstadt und Speicherstadt), Teilnahme über olis-bahnwelt.de bis 30. September 2021.
Eine Tour durch Deutschland
Auf einer Deutschlandkarte werden mehrere Ausflugsziele markiert und beschrieben: Bernsteinsuche am Strand von Binz auf Rügen samt Eisenbahn- und Technikmuseum; eine Schafstour-Schnitzeljagd durch die Freiburger Altstadt mit anschließendem Badesee-Besuch; eine Kutschfahrt im Englischen Garten in München mit Blick auf die Eisbach-Surfer; eine Geheimgang-Erkundung auf der Veste Coburg samt Puppendoktor-Sprechstunde im Puppenmuseum; ein Rundgang mit dem Bremer Nachtwächter sowie eine Fahrt mit dem Stadtmusikanten-Express; ein Besuch des KiKA-Sendestandorts Erfurt mit Fledermausdetektor an der Krämerbrücke; ein Kletterpark am Johannisberg in Bielefeld mit Mini-Parcours für jüngere Geschwister; und eine Seilbahnfahrt zur Festung Ehrenbreitstein in Koblenz, wo die Geister Willi Bartzilli und Fritzi Dreispitzi spuken sollen.
Auf Tour mit Robbi Regio: Die interessantesten Bahnhöfe Deutschlands
Robbi Regio stellt sechs besondere Bahnhöfe vor: den Bahnhof Warnemünde mit historischem Empfangsgebäude von 1903 direkt an der Ostsee; den „magischen“ Hundertwasser-Bahnhof Uelzen mit bepflanzten Dächern und Photovoltaikanlage; den Bahnhof Göttingen mit Fahrradwaschanlage, Sandsteingebäude und tropischen Wasserspielen auf dem Vorplatz; den Bergstations-Bahnhof Lichtenhain der Oberweißbacher Bergbahn in Thüringen mit seit 1923 ungerissenem Stahlseil; den Hauptbahnhof Nürnberg als einen der größten Durchgangsbahnhöfe Europas, von dem aus 1835 die allererste deutsche Eisenbahnfahrt (mit Opa Adler) stattfand, samt Kinderparadies KIBALA im nahen DB Museum; sowie den südlichsten deutschen Bahnhof Oberstdorf auf 805 Höhenmetern mit Alpenpanorama und Skiverleih.
Entdecke Europa
Der Artikel erklärt, dass Europa 47 Staaten umfasst, davon 27 in der Europäischen Union mit grenzenlosem Reiseverkehr. Vier per ICE erreichbare Hauptstädte werden vorgestellt: Amsterdam mit Kanalbootfahrten und dem ARTIS Zoo, Paris mit dem 324 Meter hohen Eiffelturm und seinen 1.665 Stufen zur höchsten Plattform, Wien mit dem Labyrinth im Garten von Schloss Schönbrunn sowie Zürich mit Badespaß im Strandbad Mythenquai am Zürichsee.
Reisen damals & heute: Ausflug ins DB Museum Nürnberg
Der Beitrag beschreibt, wie die Eisenbahn früher Ausflüge aufs Land ermöglichte, als es noch keine Autos gab: Nach Einführung des arbeitsfreien Sonntags vor über 120 Jahren nutzten viele Menschen günstige Sonntagsfahrkarten und spezielle „Wanderkarten“ mit Ausflugsfahrplänen für Wirtshausbesuche und Spaziergänge, wofür die Eisenbahn zusätzliche Extrazüge einsetzte. Das DB Museum Nürnberg lädt samstags und sonntags besonders viele Familien ein, im Kinder-Bahnland KIBALA können Kinder selbst einen Zug am Fahrsimulator steuern oder bei geeignetem Wetter mit der Kleinbahn und einer Draisine über das Freigelände fahren.
Bastel dir deinen persönlichen Reiseführer
Eine Bastelanleitung in sechs Schritten zeigt, wie aus den grünen Reisetipp-Seiten des kleinen ICE ein eigener Reiseführer entsteht: Benötigt werden Papier, Schere, ein etwa 50 Zentimeter langes Band, Stift, Locher sowie Nadel und Pinzette zum Lösen der Heftklammern. Die Heftklammern werden entfernt, die Seiten herausgenommen und eine Lochreihe vorgezeichnet, anschließend gelocht, das Band von Loch zu Loch gefädelt und am Ende verknotet – fertig ist der persönliche Reisebegleiter für Touren durch Deutschland und Europa.
Rasante Rekorde auf Schiene und Straße
Eine Zahlenstrecke präsentiert 18 verblüffende Rekorde rund ums Rad, unterteilt in „Schiene“ und „Straße“: 603 km/h erreichte die japanische Magnetschwebebahn JR-Maglev MLX01 bei einer Testfahrt 2015; die geplante Maglev-Verbindung Tokio–Osaka soll rund 90 Milliarden Euro kosten und 2045 fertig sein; der schwerste Güterzug transportierte 2001 in Australien 82.000 Tonnen Eisenerz mit 682 Wagen; der Gotthard-Basistunnel in den Alpen ist 57 Kilometer lang; die Transsibirische Eisenbahn misst 9.288 Kilometer und durchquert acht Zeitzonen in rund sechs Tagen; 1825 fuhr in England die erste öffentliche Dampfeisenbahn mit 24 km/h; der Zürcher Hauptbahnhof zählt täglich mehr als 2.900 Zugbewegungen und rund 441.000 Ein- und Aussteigende; eine Fahrkarte für den Luxuszug Twilight Express Mizukaze kann bis zu 10.000 Euro kosten; die Lhasa-Bahn in China erreicht bis zu 5.072 Meter Höhe, sodass Sauerstoff in die Abteile gepumpt werden muss; im Miniatur Wunderland Hamburg rattern 1.040 Modellzüge mit über 10.000 Waggons. Auf der Straßenseite: Die Beipanjiang-Brücke in China überspannt eine 565 Meter tiefe Schlucht; in Venezuela kostete ein Liter Benzin 2016 nur 1 Cent, in Hongkong fast 200-mal so viel; der US-Amerikaner Irving Gordon fuhr mit demselben Auto über 5 Millionen Kilometer in 51 Jahren; der Minentransporter BelAZ-75710 wiegt beladen bis zu 810 Tonnen; der schnellste Formel-1-Reifenwechsel dauerte 2019 nur 1,82 Sekunden; der Bugatti Chiron beschleunigt mit 1.500 PS auf bis zu 420 km/h; das Raketenauto Thrust SSC erreichte 1997 im Schnitt 1.228 km/h; und der Kleinwagen Peel P50 aus den 1960er-Jahren ist nur 1,34 Meter lang und wiegt 59 Kilogramm.
Kracher + Lacher von Günni
Eine Witzeseite präsentiert bahn- und alltagsbezogene Scherzfragen und Kalauer, unter anderem über einen Reisenden, der seinem Zug „nachwinkt, weil er ihn verjagt hat“, über einen am Bahnsteig gefundenen Hut mit dem Namen „M. Reinsch“, sowie Kinderwitze über Tayo und eine 400 Jahre alte Vase, über das Ergebnis von „7 x 7“ und über eine „Nuschel“ am Strand.
Impressum
Genannt werden Herausgeber (DB Fernverkehr AG), Gesamtverantwortung, Illustrator:innen (Sascha Wüstefeld für „Der kleine ICE“, Titus Ackermann für „Oli“), die Redaktion KB&B – Family Marketing Experts sowie weitere Textautor:innen für die einzelnen Rubriken, außerdem Druckerei und FSC-Zertifizierung des Papiers.
Anzeige: Die Kindersachbuchreihe GEOlino wird für verschiedene Altersgruppen beworben, darunter „Checker Tobi“ ab 9 Jahren, mit Verweis auf kostenlose Probeausgaben unter www.geolino.de/leselok.
Spiel mit uns: Das Spiel-Quartett für die Schiene
Alle acht Spielfiguren-Charaktere des kleinen ICE-Universums stellen sich mit ihrem Lieblingsspruch vor: Simsala SUM beschreibt sich als „lebendig gewordene Konfettikanone“ und Schnellumbaufahrzeug für Gleisarbeiten; der kleine ICE liebt Fahrtwind bei 330 km/h und seine Bahn-Bande; Opa Adler bezeichnet sich als „Ober-Opa“ aller deutschen Bahnen seit 1835 und lebt heute im DB Museum Nürnberg; Günni Güterzug bringt Witze und Lagerfeuerlieder mit; Ida IC reist als „rasende Reisebloggerin“ mit roter Schleife am liebsten durch Städte; Robbi Regio kennt als „Checker-Entdecker auf Schienen“ die deutschen Regionen wie seine Westentasche; Benni IC Bus springt dort ein, wo der ICE nicht hinkommt, und hört gerne Autobahn-Hits; Nick Nachtzug schläft am liebsten und meldet sich verschlafen zu Wort. Ein Hinweis erklärt, wie man an Bord gegen die Kinderfahrkarte oder online über bahnshop.de eine Sammelfigur erhält.
Willkommen Simsala SUM: Mit Marlene hinter den Spielfigur-Kulissen
Marlene, die im Produktmanagement der Deutschen Bahn für die Spielfiguren zuständig ist, erklärt in fünf Schritten, wie aus einer Idee die fertige Spielfigur SUM entsteht: Zunächst entwickelt Zeichner Sascha Wüstefeld auf Basis von Ideen eine Zeichnung; anschließend baut ein Modellierer daraus einen anfassbaren, aber noch nicht funktionsfähigen 3-D-Prototyp; danach wird der Prototyp gescannt, digitalisiert und von Ingenieur:innen mit Fahrfunktion für die Holzschiene ausgestattet und von Marlene auf Passform und Fahrverhalten getestet; in der Spielfigurenfabrik Koala wird der Körper im Spritzgussverfahren gegossen und bemalt, wobei die Farbtreue mit dem Original abgeglichen wird; abschließend wird die fertige, knallgelbe SUM freigegeben, in Serie produziert und die Lieferung geplant. Ein Zusatzfakt verrät, dass SUM auch einen Stift in der Hand halten kann.
Anzeige/Gewinnspiel: Der Audioverlag bewirbt Hörbücher und Hörspiele in einem „Abenteuer-Paket“ und einem „Fantasy-Paket“; verlost werden je drei Pakete. Gefragt wird nach dem Namen einer neuen Abenteuer-Hörbuchserie (Auswahl zwischen „Rick Nautilus“ und „Nick Bauntilus“), Teilnahme per E-Mail bis 30. September 2021. Ergänzend wirbt eine Anzeige für den Radiosender TOGGO Radio.
Meilensteine des InterCity: 50 Jahre IC
IC-Experte Dirk Wittmann führt durch die Geschichte des InterCity, der in diesem Jahr ebenfalls einen runden Geburtstag feiert: Am 26. September 1971 startete der erste InterCity zunächst nur mit 1.-Klasse-Wagen und Lokomotiven der Baureihe 103. Ab 1979 kamen mit dem Werbespruch „Jede Stunde, jede Klasse“ auch 2.-Klasse-Wagen sowie ein Stundentakt hinzu. In den 1980er-Jahren erhielten die Züge ein einheitliches, lichtgraues Farbschema mit orientrotem Fensterband und erste Rollstuhlbereiche. Die 1990er-Jahre brachten nach der Wiedervereinigung neue Ziele wie Berlin und Leipzig, die Gründung der Deutschen Bahn AG 1994 mit neuem Logo und Farbkonzept sowie kuriose Sonderangebote wie einen Frisier-Wagen und einen McDonald’s-Speisewagen „McTrain“. In den 2000er-Jahren wurden die Wagen modernisiert und erhielten ein dem ICE ähnliches Farbschema. Seit den 2010er-Jahren ergänzen doppelstöckige InterCity-2-Züge mit 468 Sitzplätzen die Flotte; der Zug-Takt, seit 1971 ein Kernmerkmal des InterCity, soll künftig weiter zu „jede halbe Stunde, jede Klasse“ ausgebaut werden. Historische und aktuelle Streckenkarten mit Farbkonzepten der jeweiligen Jahrzehnte illustrieren den Wandel.
Im anschließenden Interview befragt Ida IC den in Heidelberg lebenden IC-Produktmanager Dirk Wittmann: Er schätzt an der langen Tradition des InterCity die vielen Geschichten einzelner, teils 50 Jahre alter Wagen; im Doppelstock-IC bevorzugt er die Sitze im Oberstock wegen der besseren Aussicht; als Kind wollte er schon immer Züge gestalten und hat seinen Traumberuf verwirklicht; seine Lieblingsstrecken führen durch die Flusstäler von Elbe, Neckar und Rhein sowie über den Hindenburgdamm nach Sylt; als Reiseziel empfiehlt er seine Heimatstadt Heidelberg mit Altstadt und Ausblick vom Königstuhl. Zum 50. Geburtstag plant er persönlich eine IC-Fahrt.
Wo findest du mich? (Kinderwelt)
Eine Übersicht zeigt, wo Kinder dem kleinen ICE und seinen Freunden begegnen können: im Bahnhof, im Bordrestaurant, im Magazin, auf Sammelfiguren an Bord (erhältlich gegen die Kinderfahrkarte im Bordbistro) sowie im ICE Portal, das über das WLAN „WiFi on ICE“ erreichbar ist und Hörspiele, Filme, Videos und Spiele bietet. Zusätzlich verweist ein Hinweis auf die Website www.der-kleine-ICE.de mit Neuigkeiten, Videos und einer Vorstellung aller Freunde.
Lesespaß: Welche Tiere sind am schnellsten?
Ein Sachwissen-Beitrag kürt die schnellsten Tiere der Welt in einem fiktiven Wettkampf: Sieger der Lüfte ist der Wanderfalke mit bis zu 320 km/h im Sturzflug; an Land gewinnt der Gepard mit bis zu 110 km/h und einer Beschleunigung von 0 auf 100 in drei Sekunden; im Wasser ist der Fächerfisch mit seiner schwertartigen Schnauze am schnellsten. Ein Extrakasten erklärt, dass Flöhe im Verhältnis zu ihrer Körpergröße wahre Sprungweltmeister sind – ein zehnjähriges Kind müsste umgerechnet 130 Meter hoch springen, um die gleiche Leistung zu erbringen. Der Text ist als Leseprobe aus dem Ravensburger Sachbuch „Wieso? Weshalb? Warum? ProfiWissen Tiere“ gekennzeichnet.
Leseprobe: Die Farm der fantastischen Tiere
Als Buchauszug aus Band 1 „Voll angekokelt!“ von Michael Peinkofer (Ravensburger Verlag, erscheint Herbst 2021) wird eine spannende Szene abgedruckt: Die Geschwister Nell und Monty hören nachts einen durchdringenden Schrei aus der alten Scheune und entdecken durch ein Fenster eine gestaltlose, durchsichtige Kreatur, die Feuer spuckt, während eine Person im Feuerschutzanzug – vermutlich Tante Ally – die Flammen immer wieder löscht. Monty vermutet, es könnte sich um einen Drachen handeln.
Das große ICE-Jubiläumsgewinnspiel
Zum 30. Geburtstag des ICE, der zugleich mit dem 30-jährigen Bestehen der JUFA Hotels zusammenfällt, wird ein Familien-Erlebnisurlaub verlost: Hauptpreis ist die Anreise mit der Deutschen Bahn für zwei Erwachsene und alle im Haushalt lebenden Kinder unter 16 Jahren sowie vier Übernachtungen mit Frühstück in einem von über 60 JUFA-Familienhotels in Europa. Die Plätze 2 bis 10 erhalten je einen 50-Euro-Reisegutschein. Die Quizfrage lautet, wie viele JUFA Hotels es in Europa gibt (Auswahlmöglichkeiten: über 30, über 40, über 60); Teilnahme per E-Mail oder online bis 30. September 2021.
Anzeige: Auf der Rückseite werben die Sammelfiguren „Kleine Freunde, große Abenteuer“ des kleinen ICE für sich selbst: Simsala SUM, Opa Adler, Günni Güterzug, Nick Nachtzug, Benni IC Bus, Robbi Regio, Ida IC und der kleine ICE sind gegen Vorlage der Kinderfahrkarte gratis im Bordbistro erhältlich, solange der Vorrat reicht, oder für 4,90 € über bahnshop.de zzgl. Versandkosten nachkaufbar.



