Ausgabe 2 | 2024
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LeseLOK Ausgabe 2/2024: Anpfiff – Ein Heft (nicht nur) für Fußballfans
Das Titelbild zeigt zwei Kinder beim Fußballspielen auf einem Sportplatz: Ein Mädchen im roten Trikot schießt den Ball, ein Junge im blaugrünen Trikot grätscht dazwischen. Drei runde Teaser-Kreise am linken Bildrand kündigen den Comic „Der kleine ICE im Fußballfieber“, einen Beitrag zum Rangierbahnhof Maschen und die Geschichte der Zugtoilette an. Großformatig steht „ANPFIFF“ auf dem Rasen, dazu der Hinweis „Ein Heft (nicht nur) für Fußballfans!“ und das Motto „Aufgeblättert, fertig, los!“. Rechts oben ist das Logo der DB zu sehen, unten rechts das Gütesiegel der Stiftung Lesen.
Begrüßung und Inhaltsübersicht
Ein genereller Genderhinweis stellt klar, dass alle personenbezogenen Bezeichnungen im Heft geschlechtsneutral zu verstehen sind. Auf der Inhaltsseite grüßen die Redakteurinnen Cornelia und Kirsten die Leserinnen und Lesern persönlich und stimmen auf das Schwerpunktthema ein: Ab Mitte Juni 2024 kämpfen bei der UEFA-Fußball-Europameisterschaft 24 Länder vier Wochen lang um den Titel, ausgetragen in zehn deutschen Städten. In der Heftmitte findet sich ein herausnehmbares Doppelposter mit Spielplan und Deutschlandkarte. Erklärt wird außerdem, wie man über das WLAN „WIFIonICE“ und das AGB-Portal ICEportal.de die „Kinderwelt“ mit Videos, Spielen und Hörbüchern erreicht.
Tolle Technik: Riesengroß und superwichtig – der Rangierbahnhof Maschen
Der Rangierbahnhof Maschen südlich von Hamburg ist mit 700 Metern Breite und 7.000 Metern Länge so groß wie rund 400 Fußballfelder. Auf 272 Kilometern Gleisen mit 590.000 Schwellen und 750 Weichen werden täglich bis zu 100 Güterzüge mit bis zu 3.500 Wagen rangiert, also neu sortiert und zusammengestellt – zum Beispiel Güter aus den Häfen Hamburg, Bremerhaven und Kiel oder aus Skandinavien, die hier auf ihre jeweiligen Zielrouten verteilt werden. Rund 700 Mitarbeitende arbeiten in drei Schichten rund um die Uhr als Rangiererinnen, Lokführer, Wagenmeisterinnen und in weiteren Spezialberufen; im Schnitt bleibt ein Güterwagen nur einen halben Tag in Maschen. Ein Infokasten fasst zusammen: Die Anlage entspricht 400 Fußballfeldern, es gibt über 100 Gleise, und Maschen ist der größte Rangierbahnhof Europas und die Nummer 2 der Welt. Über die Schiene werden jährlich mehr als 4,5 Milliarden Tonnen Güter transportiert – je mehr davon auf der Schiene statt auf der Straße, desto besser für Klima und Umwelt.
Rätsel: Ach, du gute Güter!
Fünf Rätsel rund um den Güterverkehr: Erstens ein Wörterrätsel, bei dem das Wort „Wagen“ an Kessel-, Kühl-, Flach- und Trichterwagen angehängt werden muss. Zweitens ein Bilder-Sudoku mit den vier häufigsten Gütergruppen der Bahn (Erze/Steine/Erden, Kohle/Öl/Gas, Erzeugnisse aus Land- und Forstwirtschaft, Nahrungs- und Genussmittel), die in einem Vier-mal-vier-Raster jeweils nur einmal pro Zeile und Spalte vorkommen dürfen. Drittens eine Rechenaufgabe, bei der aus drei Gleichungen mit unterschiedlich beladenen Güterwagen das Gewicht dreier einzelner Wagentypen (A, B, C) ermittelt werden soll. Viertens ein Buchstabenrätsel: Die Buchstabenfolge „R BA GI HO ER HN AN F“ muss zum Wort „Rangierbahnhof“ neu geordnet werden, wobei Anfang und Ende bereits richtig stehen. Fünftens ein Labyrinth-Rätsel, bei dem drei Züge (A, B, C) durch ein Gewirr aus Linien ihren richtigen Zielbahnhof (1 bis 4) finden müssen. Die Lösungen stehen auf Seite 31.
Fünf Fragen an … Zugführerin Anja Naumann
Anja Naumann, 33 Jahre alt, ist als Zugführerin die Chefin an Bord und kümmert sich um Sicherheit, Technik, Kontrollen und vor allem um die Ansagen und die Stimmung der Fahrgäste. Vor sieben Jahren begann sie als Zugbegleiterin und wurde nach einem dreimonatigen Zusatztraining Zugführerin, weil sie gerne Verantwortung übernimmt. Das Beste am Job sei, dass es nie langweilig werde: Selbst bei einer Fahrt von Köln nach Berlin mit 400 Minuten Verspätung hätten sich am Ende viele Fahrgäste bedankt, weil das Team mit Humor, Verständnis und Freigetränken geholfen habe. Ungewohnt sei, dass sie in ihrer Freizeit nach einem vollen Tag im vollen Zug lieber Ruhe suche und deshalb bewusst nicht die nächste Karrierestufe ins Büro anstrebe. Als Kind wollte sie eigentlich in einem Hotel arbeiten, das wurde ihr aber schnell zu langweilig und routiniert. Zwei Fotos zeigen Anja im Dienstabteil beim Telefonieren mit wichtigen Fahrtinformationen sowie beim Durchsagenmachen mit einem tragbaren Sprechgerät neben der Zugtür.
Anzeige: Gewinnspiel „Der kleine ICE“ – Ravensburger Spieleland
Werbeanzeige: Verlost wird unter anderem ein Familienaufenthalt im Ravensburger Spieleland am Bodensee inklusive Übernachtung in der BRIO-Eisenbahn, Frühstücksbuffet und Parkeintritt als erster Preis. Die Plätze 2 bis 5 sind ein BRIO-Starter-Set mit Reisezug und Schienen, ein GraviTrax-Starter-Set, ein Malen-nach-Zahlen-Set „Blumiger Fuchs“ sowie ein Bastelset „EcoCreate Mini“. Teilnahme per QR-Code auf der-kleine-ice.de, laut Teilnahmebedingungen ab 18 Jahren oder mit Einverständnis der Eltern.
Berühmte Züge: Die Snaefell Mountain Railway
Auf der Isle of Man mitten in der Irischen See bringt die elektrische Snaefell Mountain Railway Reisende in rund 30 Minuten die acht Kilometer vom Küstenort Laxey auf den 621 Meter hohen Gipfel des Snaefell. Bei klarem Wetter sind von dort fünf Länder zu sehen: England, Schottland, Wales, Nordirland und Irland. Die Straßenbahnwagen mit einfachen Holzbänken und umklappbaren Rückenlehnen verkehren von Ostern bis Oktober mehrmals täglich. Ein Infokasten ergänzt: Die Bahn überwindet rund 620 Höhenmeter, kreuzt die Strecke des Motorradrennens „Isle of Man TT“, hat nur eine Zwischenstation auf Wunsch und wurde 1895 in nur sieben Monaten Bauzeit errichtet.
Comic: Der kleine ICE im Fußballfieber
Der kleine ICE ist vom Fußballfieber gepackt und möchte mit seinen Freunden eine eigene Mannschaft gründen. Bevor es losgeht, diskutiert die Truppe unter Anleitung des Wagons Benni erst einmal die Regeln – angefangen bei der Abseitsregel. Der ältere rote Wagen Günni erzählt augenzwinkernd Anekdoten über die angebliche Fußballgeschichte vergangener Zeiten, etwa dass früher mit Kanonenkugeln auf feindliche Schiffe statt auf Tore geschossen worden sei, und behauptet augenzwinkernd, selbst der Erfinder des Fußballs zu sein. Andere Figuren wie Ida bringen komische Vorschläge ein, bis am Ende klar wird, dass für Fußball vor allem Füße wichtig sind – nicht Nachschlagewerke, La-Ola-Wellen, Schweißbänder oder Schwarzpulver. Ein Bagger hilft schließlich lachend aus, indem er dem kleinen ICE mit Werkzeug behelfsmäßig bewegliche „Füße“ verpasst. Am Ende spielt die fröhliche Truppe begeistert Fußball und hat sichtlich Spaß, auch wenn keiner so genau die Regeln kennt. Text: Haiko Hörnig, Zeichnungen: Sascha Wüstefeld.
Fußballfieber: Für diese vier ist immer Saison
Vier Nachwuchstalente erzählen von ihrer Fußballleidenschaft rund um die UEFA-Fußball-Europameisterschaft 2024. Ben, 9 Jahre, Stürmer beim FSV Friedrichsdorf und Fan von Eintracht Frankfurt, lässt sich Unterschriften von Eintracht-Spielern auf seine Fußballschuhe schreiben. Dunya, 14 Jahre, Außenverteidigerin im U17-Team des HSV in der Juniorinnen-Bundesliga, spielt oft gegen ältere Mädchen und spricht vor jeder Partie ein Gebet als Glücksritual. Gustav, 7 Jahre, ist Torwart bei der JSG Auetal/Brackel, spuckt vor dem Anpfiff aus Aberglauben in seine Torwarthandschuhe und geht dank EM-Tickets zum ersten Mal live ins Stadion. Matteo, 10 Jahre, spielt bei der SG Räpitz in Sachsen und ist gleichzeitig Fan von Paris Saint-Germain und RB Leipzig, wo er seit seinem neunten Geburtstag eine eigene Dauerkarte besitzt. Bei der Frage nach dem EM-Favoriten tippt Dunya auf Spanien mit dem jungen Lamine Yamal, während Ben, Gustav und Matteo eher auf England oder Frankreich setzen, obwohl sie sich für Deutschland ein gutes Abschneiden wünschen; als Lieblingsspieler werden Manuel Neuer, Kevin Trapp und Kylian Mbappé genannt. Ergänzend wirbt ein Kasten für ein Gewinnspiel um vier Tickets für ein EM-Achtelfinale.
Anzeige: TOGGO Radio
Werbeanzeige: TOGGO Radio bedankt sich bei den Hörerinnen und Hörern und bewirbt sich als Familienradio, empfangbar im Web, über Smartspeaker und via DAB+.
Bahnsinn: Mit grünem Strom zum grünen Rasen
Als nationale Partnerin der UEFA-Fußball-Europameisterschaft 2024 unterstützt die DB Fans und Mannschaften bei der klimafreundlichen Anreise zu den 51 Spielen in zehn Städten, zu denen rund 2,7 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer erwartet werden. Ticketinhaberinnen und -inhaber können besonders günstige Fahrkarten kaufen, an stark nachgefragten Tagen fahren zusätzliche Züge, und täglich sind 14 Sonderzüge im Einsatz, die wie alle Bahnzüge mit Ökostrom fahren. Einer dieser Sonderzüge ist bereits seit Monaten mit dem Turnierlogo und einem großen Pokal-Motiv beklebt kreuz und quer durch Deutschland unterwegs. Ein Bastel-Tipp verweist auf eine Papiermodell-Vorlage dieses EM-Zugs unter bahn-kids.de.
Doppelposter zum Herausnehmen: 10 Städte, 10 Stadien
Das herausnehmbare Doppelposter in der Heftmitte zeigt auf einer Deutschlandkarte alle zehn Austragungsorte der Europameisterschaft mit Fahrzeiten und Entfernungen zwischen den Städten per Bahn, etwa Hamburg–Berlin (280 Kilometer, 1 Stunde 45 Minuten) oder Hamburg–München (610 Kilometer, 6 Stunden 45 Minuten). Zu jedem Stadion sind Name und Zuschauerkapazität genannt: Olympiastadion Berlin (70.000), Fußball-Arena München (67.000), BVB-Stadion Dortmund (66.000), Stuttgart-Arena (54.000), Volksparkstadion Hamburg und Arena AufSchalke Gelsenkirchen (je 50.000), Köln-Stadion und Düsseldorf-Arena (je 47.000), Frankfurt-Arena (46.000) sowie Leipzig-Stadion (42.000). Das Eröffnungsspiel findet am 14. Juni in München statt, das Finale am 14. Juli in Berlin. Auf den Innenseiten des Posters ist der vollständige Turnierspielplan mit allen sechs Gruppen (A bis F), den jeweiligen Ländern, Vorrundenspielen mit Datum, Uhrzeit und Spielort sowie leeren Feldern zum Selbst-Eintragen der Ergebnisse und der K.-o.-Runde bis zum Finale abgebildet, inklusive Symbolen für Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale und Finale.
Echt witzig: Günnis Kracher und Lacher
Eine Witzeseite mit kindgerechten Scherzen, unter anderem über ein unentschieden endendes Schulaufgaben-Ergebnis, zwei Hasen mit Stäbchen in China, summende Bienen ohne Textkenntnis, den Unterschied zwischen Fußgänger und Fußballer bei Ampelfarben, ein Schaf, das einem Rasenmäher nichts sagen lassen will, sowie mehrere Fußballwitze über Eigentore und Torjubel. Der Kasten verweist auf weitere Witze im ICE Portal und auf der-kleine-ICE.de.
Rekorde: Herausragende Haustiere
Aus dem Guinness-World-Records-Buch für Erstleser werden Katzenrekorde vorgestellt: Kater Cygnus hatte mit 44,66 Zentimetern den längsten Schwanz einer Hauskatze und gehörte der Rasse Maine Coon aus den USA an. Kater Arcturus Aldebaran Powers erreichte 2016 mit 48,4 Zentimetern Rückenhöhe die Größe der Sitzfläche eines Stuhls und war damit die größte Hauskatze der Welt. Die Savannah-Katze Barivel aus Italien stellte 2018 mit 120 Zentimetern Körperlänge einen weiteren Rekord auf – mehr als doppelt so lang wie eine gewöhnliche Hauskatze. Ein Buchhinweis verweist auf „Guinness World Records für Erstleser – Haustiere“, ab 7 Jahren, für 9,99 Euro.
Rekorde: Weit draußen im All
Weitere Rekorde drehen sich um Astronomie: Jupiter hat mit 9 Stunden, 55 Minuten und 29,69 Sekunden die kürzesten Tage aller Planeten im Sonnensystem, da diese durch die Eigendrehung der Planeten entstehen – zum Vergleich benötigt die Erde 24 Stunden für eine Umdrehung. Jupiter besitzt zudem das mit Abstand stärkste Magnetfeld aller Planeten, etwa 19.000-mal so stark wie das der Erde. Rote Zwerge sind die häufigste Sternenklasse, deutlich kleiner und kühler als die Sonne, die selbst zur Gruppe der Gelben Zwerge zählt. Proxima Centauri ist mit rund 4,23 Lichtjahren der sonnennächste Stern, während Sirius A als hellster Stern am Nachthimmel gilt, obwohl er mit 8,64 Lichtjahren deutlich weiter entfernt ist als Proxima Centauri. Auch hier wird auf das Buch „Guinness World Records für Erstleser – Weltraum“ verwiesen, ab 7 Jahren, für 9,99 Euro. Eine begleitende Anzeige stellt die gesamte Guinness-World-Records-für-Erstleser-Reihe von Ravensburger mit kurzen Sätzen, einfacher Sprache, großer Schrift und vielen Bildern vor, mit Buchtiteln zu Fußball, Tieren, Dinosauriern und Fahrzeugen.
Bilderrätsel: Gib mir ein Zeichen
Ein Foto zeigt einen Bahnsteig mit einem weißen Sicherheitsstreifen sowie ein gelbes Warnschild mit einer Person, die von einer roten Bahn erfasst wird. Gefragt wird, wozu der weiße Streifen entlang der Bahnsteige dient, mit den Antwortmöglichkeiten: als Wegmarkierung für Reisende, als Kennzeichnung für den Kauf einer gültigen Fahrkarte, oder als Sicherheitsabstand zur Bahnsteigkante. Die aufgedruckte Lösung erklärt: Der Abstand zur Bahnsteigkante schützt davor, versehentlich hineinzufallen, denn ein einfahrender Zug erzeugt einen starken Sog, der Menschen an der Kante gefährlich mitreißen kann; deshalb sollte man hinter der Linie bleiben, bis der Zug vollständig steht, und bei Gegenständen auf dem Gleis niemals selbst hinterherklettern, sondern das Bahnpersonal um Hilfe bitten. Ergänzend wird erwähnt, dass der Streifen mit tiefen Rillen versehen ist und blinden oder sehbehinderten Menschen zur Orientierung mit dem Taststock dient. Ein Kasten verweist auf ein weiterführendes Schilder-Quiz auf bahn-kids.de.
Anzeige: GEOlino LIVE
Werbeanzeige: Beworben wird das Open-Air-Festival „GEOlino LIVE“, präsentiert von der DB, mit Auftritten von Heavysaurus, 3Berlin und Rubi sowie weiteren Acts, moderiert von Tobias „Checker Tobi“ Krell. GEOlino und Unicef feiern damit die Kinderrechte. Verlost wird ein Festival-Familienwochenende inklusive Hotel, Bahnreise und Festivalbesuch für zwei Erwachsene und zwei Kinder sowie 50 Familien- oder Freundschaftstickets für den Festivalbesuch am 1. September 2024 auf der Parkbühne Wuhlheide in Berlin, Teilnahme unter bahn-kids.de/geolinolive.
Kirstens Medientipps: Gute Unterhaltung (nicht nur) für lange Fahrten
Passend zur Fußball-Europameisterschaft empfiehlt Kirsten ein sportliches Medienprogramm. Im Bilderbuch „Juhu, Letzter!“ von Jens Rassmus langweilen sich die immer gleichen Gewinner-Tiere bei der Olympiade, bis die Zwergmaus vorschlägt, stattdessen den Letzten zu küren – prompt läuft nichts mehr wie erwartet (G&G Verlag, 18 Euro, ab 5 Jahren). Im dritten Band der Lesestarter-Reihe „Meine erste Meisterschaft“ erzählt Fußballstar Thomas Müller von seinem Weg zum Nationalspieler und Bayern-Profi, und ob er zur ersten Meisterschaft mit Toren beitragen kann (Oetinger, 10 Euro, ab 7 Jahren). Im Sachbuch „Champions – Sporthelden, die Geschichte schreiben“ von Sven Voss berichten 40 Sportstars wie Usain Bolt, Laura Dahlmeier und Dirk Nowitzki, wie sie mit Einsatz und Training Außergewöhnliches erreichten (EMF, 18 Euro, ab 7 Jahren). Im Kartenspiel „Die drei ??? Kids Fußball-Alarm“ wollen Justus, Peter und Bob mit ihrem Verein den Schrottplatz von Onkel Titus retten und müssen sich gegen das harte Spiel des Gegner-Teams um Skinny Norris durchsetzen (Kosmos, etwa 9 Euro, ab 8 Jahren, für 2 bis 4 Mitspielende).
Für Weltretter: Kleiner Wald, große Wirkung
Die Hamburger Schülerinnen Iskuhi (13) und Arame (11) legen mit ihrer sechsten Klasse der Stadtteilschule Stellingen auf einem schmalen Grünstreifen neben dem Lehrerparkplatz einen Mikrowald an. Möglich macht das die vom japanischen Biologen Akira Miyawaki vor über 50 Jahren entwickelte Methode, mit der sich auf kleinster Fläche durch eine dichte Mischung heimischer Wildpflanzen ein vollwertiger Lebensraum für Pilze, Insekten und kleine Tiere schaffen lässt. Begleitet von Lena Schelski von der Organisation Citizens Forests pflanzt die Klasse in Zweierteams insgesamt 320 Setzlinge aus 22 verschiedenen heimischen Baum- und Straucharten und gießt sie anschließend vorsichtig an. Ein Wissenskasten erläutert: Ein knappes Drittel Deutschlands ist bewaldet, laut Welternährungsorganisation gilt eine Fläche ab 5.000 Quadratmetern mit mindestens fünf Meter hohen Bäumen als Wald, für Biologinnen und Biologen zählt eher ein feuchtes, temperaturstabiles Waldklima, und weltweit leben etwa zwei Drittel aller Tier- und Pflanzenarten in Wäldern. Die Schülerinnen sind stolz auf ihre Arbeit und sagen, es fühle sich gut an, damit ein Stück Welt zu retten. Text: Martin Verg, Fotos: Michael Koch, aus der GEOlino-Rubrik „Wie wir die Welt retten“.
Irre Geschichte(n) und Anhalten, bitte! Die Geschichte der Zugtoilette
Ein historisches Foto zeigt die goldverzierte Toilette im Salonwagen des bayerischen Königs Ludwig II., deren Kloschüssel wie ein gepolsterter Thron gestaltet ist. Der Beitrag erzählt die Entwicklung der Zugtoilette: 1835 fuhr die erste deutsche Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth über eine so kurze Strecke, dass eine Toilette an Bord noch nicht nötig war. Mit wachsenden Fahrzeiten erhielten zunächst nur die Salonwagen der Reichen und Mächtigen eigene Toiletten, die zunächst einfache Eimer unter Holzsitzen waren, ohne Spülung und nur im Gepäckwagen erreichbar, sodass Reisende bis zum nächsten Bahnhof warten und dort umsteigen mussten. Ab den 1860er-Jahren wurden Toiletten direkt in die Personenwagen eingebaut, wobei Abfälle durch ein Fallrohr auf die Gleise fielen; solche Fallrohrtoiletten durften daher an Bahnhöfen und teils auch auf Brücken nicht benutzt werden und konnten bei schnellen Tunneldurchfahrten durch Luftdruckänderungen sogar Inhalte wieder herauspusten. Historische Fotos zeigen zudem gefliestes Toilettendesign von vor etwa 100 Jahren sowie die ersten, vor etwa 50 Jahren von der damaligen Bundesbahn getesteten Vakuumtoiletten, deren Tankinhalt über einen Schlauch in einen Tankwagen gepumpt wurde. Die heutigen Vakuumtoiletten sammeln Abwasser und Abfälle in Tanks und saugen den Inhalt der Schüssel per Unterdruck ein, was Gleise sauber hält, durchgehende Nutzung ermöglicht und wenig Wasser verbraucht. Ein weiteres Foto zeigt eine besonders geräumige, barrierefreie Toilette, die auch Menschen mit Behinderung im Rollstuhl nutzen können. Erwähnt wird außerdem, dass der Toilettenraum der einzige abschließbare Raum im Zug ist, weshalb er früher gelegentlich zum Schmuggeln, für geheime Nachrichten oder zum Verstecken schwarzfahrender Reisender genutzt wurde, was dem Zugpersonal jedoch meist auffiel, da die Tür notfalls von außen mit einem Spezialschlüssel geöffnet werden kann. Ein Infokasten ergänzt: Lokführerinnen und Lokführer haben im Triebwagen keine eigene Toilette und können nur bei Pausen oder Halten aufs Klo gehen, Zugtoiletten zählten zu den ersten öffentlichen Unisex-Toiletten ohne Geschlechtertrennung, und früher wurde feste Trockenseife im Spender wie mit einer Pfeffermühle zu Flocken geraspelt. Ein Werbekasten des DB Museums kündigt die Sonderausstellung „Unter Druck – Die Geschichte der Zugtoilette“ ab dem 26. April 2024 in Nürnberg an, mit Rallyeheft, Rätseln und weiteren Informationen unter dbmuseum.de/unterdruck.
Allescheckerin: Quiz zur Ausgabe
Ein Quiz mit fünf Multiple-Choice-Fragen prüft, ob die vorherigen Themen aufmerksam gelesen wurden: wie vielen Fußballfeldern die Fläche des Rangierbahnhofs Maschen entspricht (Lösung: 400), wie viele Länder man vom Gipfel der Snaefell Mountain Railway sehen kann (Lösung: 5), wie viele Bäume die Schulklasse für ihren Miniwald gepflanzt hat (Lösung: 320), was die Partnerschaft der DB mit der Fußball-Europameisterschaft konkret bedeutet (Lösung: unter anderem 14 Sonderzüge für die Fananreise), sowie den Namen der Zugtoiletten-Sonderausstellung im DB Museum (Lösung: „Unter Druck“).
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Werbeanzeige: Beworben werden Testabos der Zeitschriftenfamilie GEOlino für verschiedene Altersstufen: GEOlino ab 9 Jahren, GEOlino extra ab 9 Jahren, GEOlino mini ab 5 Jahren und Mein erstes GEOlino ab 3 Jahren, jeweils mit Preisvorteil gegenüber dem regulären Abopreis sowie wählbarer Prämie wie einem LEGO-Bauset, einem „Was ist Was“-Quizspiel oder Snackdosen, gegen geringe Zuzahlung. Bestellung unter geolino.de/sparen oder per Telefon.
Das Beste zum Schluss: Tolle Extras für junge Reisende
Zum Abschluss werden Vorteile für Kinder und Familien an Bord vorgestellt: Im Bordbistro gibt es gegen Abgabe der Kinderfahrkarte ein Kartenspiel oder eine von mehreren Sammelfiguren, etwa den kleinen ICE, Günni Güterzug oder Opa Adler. In der „Kinderwelt“ im ICE Portal warten Videos, Spiele und Hörbücher. Über einen aufgedruckten QR-Code auf der Sitzrückseite kann außerdem ein Feedback zur Zugfahrt abgegeben werden.
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Werbeanzeige: Der Kinderpodcast „Kakadu“ von Deutschlandfunk Kultur wird als bunt, frech, fröhlich und schlau beschrieben; gemeinsam mit Kindern werden darin Antworten auf ihre Fragen zur Welt gesucht, abrufbar unter kakadu.de.
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Werbeanzeige: Auf der-kleine-ICE.de gibt es die Online-Welt der Comicfigur mit fünf Bereichen: „Bahnentdecker“ mit Wissen rund ums Bahnfahren, „Spiele“ mit Games und Quizzen, „Videos. Hörspiele“ mit Abenteuern zum Sehen und Hören, „Comics“ mit weiteren Geschichten sowie „Neues. Mitmachen“ mit aktuellen Aktionen und Reisenews. Ein QR-Code führt direkt zu einer Hörspielserie.
Impressum
Herausgegeben wird die LeseLOK von der DB Fernverkehr AG, Frankfurt am Main, in redaktioneller Zusammenarbeit mit KB&B – Family Marketing Experts, Hamburg. Inhaltliche Beiträge stammen unter anderem von der Deutschen Bahn AG, dem DB Museum, Ravensburger Buchverlag und Gruner + Jahr; die Fußball-Inhalte basieren auf Material der UEFA. Gedruckt wird klimabewusst mit finanziellem Klimabeitrag auf FSC-zertifiziertem Recyclingpapier.



