Ausgabe 1 | 2023
Alle Themen dieser Ausgabe
LeseLOK Comic-Edition – Sonderedition 1
Das Titelbild zeigt eine bunte Comic-Collage: Im Vordergrund lacht der kleine ICE mit weit aufgerissenem Mund, umgeben von gelben, grünen, blauen und weißen Sternen sowie Comic-Sprechblasen mit Ausrufen wie „Buh!“ und „Aaah!“. Im Hintergrund sind Ausschnitte verschiedener Comic-Panels zu erkennen, oben rechts das DB-Logo, oben links der Hinweis „Sonderedition 1“.
Inhalt dieser Ausgabe
- Der kleine ICE und seine Freunde stellen sich vor
- Comic: Das unglaubliche Rennen
- Comic: Der kleine ICE und Günni Güterzug
- Comic: In der Geisterbahn
- Comic: Im digitalen Neuland
- Comic: Der große Raub
- So entsteht ein Comic vom kleinen ICE
Hallo
Cornelia aus dem Team der LeseLOK begrüßt die Leserinnen und Leser dieser besonderen Ausgabe. Normalerweise bietet die LeseLOK einen bunten Mix an Inhalten, doch eine Rubrik hat besonders viele Fans: der Comic mit den lustigen Geschichten vom kleinen ICE und seinen Freunden. Deshalb enthält dieses Sonderheft gleich fünf Comics statt nur einem. Außerdem wird erklärt, wie ein Comic vom kleinen ICE entsteht und wer dahintersteckt.
Anzeige: Kinderwelt im ICE Portal
Die Anzeige zeigt den kleinen ICE und seine Freunde als große Illustration sowie ein Tablet mit der Startseite des ICE Portals. Beworben wird die Kinderwelt im ICE Portal: Nach Verbindung mit dem WLAN „WIFIonICE“ und Aufruf von „ICEportal.de“ finden Kinder dort unter „Kinderwelt“ Inhalte wie Videos, Spiele und Vorlesegeschichten. Drei Beispielkacheln werden gezeigt: „Indian Pacific“ (berühmte Züge), das Video „Trommelwirbel: Hier kommt Sally!“ und das Spiel „BallonParty“. Zu Hause geht der Spaß weiter auf www.der-kleine-ICE.de.
Der kleine ICE und seine Freunde
Auf dieser Doppelseite werden die Hauptfiguren der Serie in bunten Kreisen mit passenden Illustrationen vorgestellt:
- Der kleine ICE: freundlich, hilfsbereit und superschnell, nie allein unterwegs dank seines Freundeskreises am Bahnhof.
- Ida IC: eine rasende Reisebloggerin, die für eine gute Story bis ans Ende der Welt fahren würde. Der kleine ICE ist ein wenig in sie verknallt.
- Robbi Regio: der rote Regionalzug gilt als wandelndes Lexikon und hilft dem kleinen ICE, wenn dieser mal nicht weiterweiß.
- Günni Güterzug: ein Zug fürs Grobe, der täglich schwere Waggons schleppt, hinter der rauen Schale aber ein weiches Herz für seine Freunde hat.
- Simsala SUM: das quirlige Schnellumbaufahrzeug, das für jede Gelegenheit das passende Werkzeug dabei hat oder notfalls neu erfindet.
- Opa Adler: die erste Eisenbahn Deutschlands, ein etwas schusseliger, aber immer noch dampfstarker Oldtimer.
- Nick Nachtzug: wird erst nachts richtig munter, schläft dafür tagsüber gern ein, wird aber von seinen Freunden rechtzeitig geweckt.
- Benni IC Bus: ein Reisebus, der den kleinen ICE wie einen großen Bruder bewundert und stolz Orte erreicht, an die Züge nicht kommen.
- Sally S-Bahn: zu Hause im bunten Großstadtleben, liebt Kunst, Mode, Musik und ihre riesige Mützensammlung.
Comic: Das unglaubliche Rennen
Texte: Haiko Hörnig, Zeichnungen: Sascha Wüstefeld.
Der kleine ICE kommt pünktlich am Bahnhof an und wird von einem Mädchen und ihrer Mutter für seine Schnelligkeit bewundert. Ein vorlauter Igel hört das mit an und prahlt, er könne locker mit dem Zug mithalten. Aus der Prahlerei wird eine Wette: Ein Wettrennen von Frankfurt nach Hamburg. Setzt der Igel dabei alles, gewinnt er lebenslange Freifahrt erster Klasse mit Flatrate im Bordrestaurant, verlangt der kleine ICE aber nichts Besonderes für sich. Zur Überraschung aller ist der Igel bei Ankunft in Hamburg schon da und fordert eine Revanche nach München, dann eine dritte Runde nach Berlin. Immer wieder trifft der kleine ICE den scheinbar überlegenen Igel bereits am Ziel an. In Berlin klärt sich das Rätsel schließlich auf: Kommissar Hase enttarnt den Igel und seine Brüder als Trickbetrügerbande, die mit Vorsprung und abgesprochenen Tricks arbeitete. Die Bande wird verhaftet und muss erkennen, dass niemand schneller ist als der kleine ICE.
Comic: Der kleine ICE und Günni Güterzug
Texte: Haiko Hörnig, Zeichnungen: Heiko Krischker.
Günni Güterzug erklärt dem kleinen ICE, wie CB-Funk funktioniert, damit die beiden auch unterwegs miteinander quatschen können. Günni macht sich mit einer Ladung angeblichem Kaffee für müde Trucker-Kollegen auf den Weg nach Bibbersbach. Tatsächlich handelt es sich jedoch um eine Verwechslung: Statt Kaffee transportiert er warme Milch mit Honig, die eigentlich für ein Seniorenheim bestimmt war. Die Trucker werden davon bleischwer müde und schlafen ein, obwohl sie dringend fahren müssten – sie transportieren nämlich 500 Speiseeisskulpturen zu einem Wettbewerb, die sonst schmelzen würden. Günni springt kurzerhand als Fahrer ein und rettet die Lieferung samt Wettbewerb in letzter Sekunde. Zum Dank verleihen ihm die Trucker die höchste Auszeichnung unter Fernfahrern und feiern ihn als echten Trucker.
Comic: In der Geisterbahn
Texte: Haiko Hörnig, Zeichnungen: Sascha Wüstefeld.
Der kleine ICE fährt gemeinsam mit dem Mädchen Aylin Geisterbahn und behauptet, sich vor nichts zu fürchten. Plötzlich ruft eine aufgebrachte „Gräfin von Stutenbiss“ um Hilfe: Ihre kostbare goldene Perlenkette sei während der Fahrt gestohlen worden. Der kleine ICE übernimmt als „Sherlok ICE“ die Ermittlungen und befragt die Verdächtigen: einen Werwolf-Darsteller, einen Gespenst-Darsteller und ein Skelett. Nach und nach entlarvt er alle als unschuldig – der Werwolf hatte nur wegen einer Tierhaarallergie Pause gemacht, das Gespenst kann keine Gegenstände berühren, das Skelett ist nur eine Plastikfigur. Am Ende stellt sich heraus, dass die „Gräfin“ selbst die Perlenkette – in Wahrheit bloß bemalte Zuckerperlen – aus Frust gegessen hatte, um die beliebtere Geisterbahn schließen zu lassen und Kundschaft zu ihrem eigenen, heruntergekommenen Karussell zu locken. Der Schwindel fliegt auf, ihr wird die Jahrmarkt-Lizenz entzogen, und das befreite Geister-Gespenst darf endlich ihre Schicht übernehmen. Am Ende gesteht der kleine ICE Aylin, dass er sich zumindest ein kleines bisschen doch gegruselt hat.
Comic: Im digitalen Neuland
Texte: Haiko Hörnig, Zeichnungen: Sascha Wüstefeld.
Ein Fahrkartenautomat streikt nach einem Software-Update, und ein Techniker steckt mit der Reparatur fest. Um das Problem zu finden, digitalisiert er kurzerhand den kleinen ICE und schickt ihn in die digitale Welt des Automaten. Dort trifft der kleine ICE auf das Programm „Ticket“, das für die Fahrkartenausgabe zuständig ist. Beide werden jedoch bald von der Antivirus-Software als vermeintliche Bedrohung entdeckt und vor den „großen K.A.U.“ gebracht, eine gefräßige rosa Kreatur, die alle Programme im System unterworfen hat. Der K.A.U. zwingt sie zu einem Wettrennen mit immer schwierigeren Hindernissen, bei dem Verlierer gefressen werden. Am Ende bleiben nur der kleine ICE und Ticket übrig; beide weigern sich, gegeneinander anzutreten, und lassen sich lieber gemeinsam „fressen“. Draußen entdeckt der Techniker dabei zufällig die eigentliche Ursache der Störung: ein altes Kaugummi im Münzschlitz des Automaten. Nach dessen Entfernung funktioniert alles wieder normal.
Comic: Der große Raub
Texte: Haiko Hörnig, Zeichnungen: Sascha Wüstefeld.
Zwei zwielichtige Gestalten schleichen sich mit einem Kleintransporter an einen fahrenden Güterwaggon heran und schneiden mit einem Schweißbrenner ein Loch hinein. Als Günni Güterzug wenig später am Bahnhof in Bonn ungewöhnlich pünktlich und „schlanker“ als sonst ankommt, stellt sich heraus, dass seine gesamte Ladung gestohlen wurde. Als einziger Hinweis bleibt eine seltsame Nadel zurück, die dem kleinen ICE bekannt vorkommt. Es stellt sich heraus, dass die aus dem vorherigen Comic bekannte Igel-Bande aus dem Gefängnis heraus einen neuen Coup geplant hat: Da sie durch die Stahlwände des Waggons nicht mehr einbrechen können, planen sie den Einstieg durchs Dach. Bei einem Diebstahlversuch auf einem weiteren Transport werden sie jedoch erneut von Kommissar Hase gefasst, während die eigentliche Ladung längst sicher bei einer Piratenmesse angekommen ist. Ungeklärt bleibt am Ende nur, was mit den Tausenden gestohlenen rechten Schuhen ohne passendes linkes Gegenstück geschehen soll.
So entsteht ein Comic vom kleinen ICE
Auf dieser Seite stellen sich die beiden Macher der Serie vor und erklären ihren Arbeitsprozess. Haiko Hörnig schreibt seit zehn Jahren die Geschichten für den kleinen ICE: Zunächst entsteht ein Skript mit Handlung und Dialogen, danach ein grobes Storyboard, das den Bildaufbau zeigt. Sascha



